Drohnen, Roboter, Super-Apps – So digital lebt China

Shownotes

Beschreibung:

Wie fühlt sich ein Alltag an, in dem fast alles digital funktioniert? In China wird mit Super-Apps bezahlt, Essen bestellt oder ein Taxi gerufen, Roboter fahren durch Hotels und Restaurants, Drohnen liefern Pakete und E-Autos prägen das Straßenbild. Unsere Kollegen erzählen von ihren Eindrücken vor Ort, erklären, welche Technologien bereits selbstverständlich sind und diskutieren, was davon vielleicht schon bald auch in Europa ankommen könnte.

Egal, ob du ein Technik-Enthusiast, ein Neuling in der Welt der Technologie oder einfach neugierig auf die Zukunft und Innovationen bist, diese Folge bietet dir spannende Informationen und Einblicke in die Welt von überMORGEN.

Ressourcen und Links:

Zu Teil 1 unseres China-Specials – Spotify, Apple Podcasts, weitere Plattformen

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Die in dieser Episode geäußerten Meinungen sind die der Hosts und Gäste und spiegeln nicht unbedingt die Meinungen von inside digital wider.

Transkript anzeigen

00:00

Ich hab irgendwas auf mein Hotelzimmer drauf bestellt und dann bringt er das zum Concierge. Dann packt er das in diesen Roboter rein und dann fährt er da seinen Weg. Der Fahrstuhl weist durch das System, weil die ja vom System her gelingt sind. Okay, da muss in den und den fährt er rein. Man zieht die auf, dann steht so ein Roboter da mit seinem kleinen Bildschirm, so ein kleiner Euklein da, lächelt sich an. Mein Essen ist da drin.

00:28

Hallo zu einer neuen Übermorgen Folge. ist Teil 2 unserer China-Doppelfolge. In Teil 1 haben wir hinter die Kulissen geschaut. haben Unternehmen angeguckt, Start-ups, Roboterfirmen und Testlabore. Und wenn ihr die Folge verpasst habt, Sorge, schaut einfach mal in die Shownotes. Da findet ihr den Link. Heute drehen wir nämlich die Perspektive einmal um. Wir gehen raus in den Alltag.

00:49

Wie fühlt sich ein Land an, in dem man ohne Smartphone eigentlich kaum noch durch den Tag kommt, in dem WeChat und Alipay fast alles ersetzen, was bei uns auf vielen verschiedenen Apps verteilt ist, in dem Roboter im Restaurant schon rumfahren, Drohnen essen, liefern und E-Autos zum Straßenbild prägen? China zeigt nicht nur, woran Tech-Unternehmen arbeiten, China zeigt auch, wie sich das anfühlt, wenn diese Arbeit dann im Alltag angekommen ist.

01:12

Ich bin Johanna, schön, dass ihr dabei seid. Und mit am Mikro ist Anton Meier, der auf der Medientour nicht nur Unternehmen gesehen hat, sondern vor allen Dingen auch viel erlebt hat, wie digital der Alltag in China ist. Hallo Anton, schön, dass du dabei bist. Moin, hi. Wenn du jetzt mal so in einem Satz erklären müsstest, wie China sich im Alltag angefühlt hat, was ist dein erster Satz? Das ist eine verdammt gute Frage, muss ich sagen. Aber wenn ich es in einem Satz zusammenfassen würde, ja, es fühlt sich futuristisch an.

01:40

China fühlt sich futuristisch an und fühlt sich modern an. Toll an, muss man auch sagen dazu. Gab es da so einen Moment, wo du das gedacht hast, wo du gesagt hast, okay, das ist das hier? Das, was einen völlig umhaut, ist die Technologie, die dort verwendet wird im Alltag, wie gesagt, die einen so richtig buff macht. Die catcht einen. Man sieht es an jeder Ecke, wo Technologie verwendet wird. Und man muss auch sagen,

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Erweiterte Technologie, die hier noch kein großes Spiel hat in Deutschland. Auf die wollen wir natürlich hin. Da will ich unbedingt wissen, was genau es ist. Aber ich glaube auch ohne Technik generell kommt man dann nicht mehr weit. Ja, definitiv nicht. Also China ist ein Land, was ohne Technik mittlerweile gar nicht mehr funktioniert. Da ist völlig vorbei, sag ich mal. Du kannst da nichts ohne Technik machen, nicht ohne dein Smartphone. Du kannst dort nichts machen ohne ...

02:39

ein E-Auto bis hinüber deine Essenslieferungen, wie die geliefert werden unter anderem. Das sind ja auch verschiedene Wege, wo wir noch drauf eingehen werden. wie gesagt, ohne Technologie kommt man da gar nicht drüber hinweg. Und auch wir alle von der Media-Intro, waren ja auch aus ganzen Welt dort, Europäer, Amerikaner, noch andere Leute aus Teilen Asiens. Wir waren alle sehr überrascht und einfach völlig sprachlos, wie die Welt in

03:07

Flugzeit 11 Stunden, 12 Stunden entfernt sein kann. Ja, dann lass uns nochmal direkt reinstarten. Also du hast eben schon gesagt, ohne Smartphone kommt man überhaupt kaum noch aus, gerade auch weil das das Bezahlsystem überhaupt noch ist. Ich habe mal geguckt, Schätzungen für 2025 sagen, dass so fast eine Milliarde Nutzerinnen und Nutzer in China halt einfach so mobil bezahlen. Also hast du überhaupt noch Bargeld gesehen? Ich glaube.

03:37

Nein, tatsächlich nicht. Oder Karten? Karten auch nicht. ich war bei einem, worauf ich geachtet habe auf dem Trip war, wenn ich allein unterwegs war und nicht auf dieser Medien-Tour war und ich war ein paar Tage vorher schon da, dass ich zu den Local-Läden gehe. Also zu Opa und Oma dort in den Laden, wo sie das Essen zubereiten, weil das ist die richtige chinesische Küche. Auf einem schönen Wok, schön warm und dann selbst die hatten einfach QR-Codes an ihren Schreien drin gehabt und man dann...

04:06

den scannt und ihnen das Geld überweist oder halt andersrum, dass die dein QR-Code scannen. Also selbst dort ist es nicht mehr mit Bargeld. Wenn man bei uns denkt, wenn man zu Oma irgendwie in Blumenladen geht oder so, dass da halt nur Bargeld ist oder so. Die sind auch völlig, völlig dabei mit der Technologie. Und das einzige Bargeld, was ich gesehen habe, wir haben als Eingastgeschenk, haben wir einen 1-Yen-Schein bekommen. Spaß.

04:33

Das ist einzige, was ich mitnehme. Genau, einfach nur was zum Einrahmen. Mehr habe ich nicht dabei. Ist das auf der einen Seite unglaublich praktisch, auf der anderen Seite ein bisschen abhängig machend? wie hast du dich gefühlt? Ich würde sagen, es ist schon sehr abhängig davon, weil du hast alles auf dem Handy drauf, du hast all deine Apps drauf und du hast theoretisch nur... Ich als Tourie jetzt, oder generell, benutzt du eigentlich nur zwei Apps. Also du kannst wahrscheinlich schon mehr benutzen, ist ja normal.

05:03

Aber mit zwei Apps, als Touri zumindest, kommst du dort total recht. Du hast eine App, mit der kannst du theoretisch alles machen. Die nennt sich AdiPay. Vielleicht kennen das auch ein paar. Mit der kannst du bezahlen. Darüber machst du alles. Du kannst dir einen Taxi bestellen. Du kannst dir Essen bestellen. kannst dir den nächsten Zug in die nächste Stadt bestellen. Also wirklich von A bis Z kannst du mit der App alles machen. Und dann hast du noch eine andere App, nennt sich WeChat. Und mit der schreibst du theoretisch wieder das WhatsApp.

05:33

für die Chinesen. Aber selbst über WeChat konnte ich auch bezahlen oder konnte auf sozusagen deren Social Media rumscolen oder konnte mir auch dort Essen bestellen. Und ja, das sozusagen das Medium, dem du kommunizierst und dich verabredest. Wenn ich überlege, was bei mir auf dem Smartphone alles drauf ist von WhatsApp, Instagram, Paypal, dann habe ich noch den DB-Navigator, ist da die Verando, dann habe ich vielleicht noch Uber.

06:02

drei, vier Banking-Apps je nachdem. Dann gibt auch für jedes Amt irgendwie gefüllte eine eigene App. Also das heißt, bündeln oder in China bündelt man einfach ganz viele Plattformen auf eine? Ja. Du hast all deine Apps, also du hast, wie du es halt gerade schon sagst, du hast keine richtigen Banking-Apps mehr. Also wahrscheinlich schon, aber da hab ich jetzt nicht was mitbekommen. Aber du hast Uber, du hast Miles. nutzen. Genau, aber du musst dich nicht nutzen. Du hast deinen Uber, du hast deinen Miles, du hast deinen Lieferando.

06:32

Du hast deinen DB-Navigator, hast deinen Geflüter in Spotify, alles in einer App. Nur halt in dieser einen App sind alle diese ganzen Funktionen drin und damit sparst du dir halt Speichern unter anderem auch. Aber auch einfach den ganzen Platz und du hast alles auf einer App, was übersichtlich ist. Du hast dann eine Kategorie, da kannst du alles machen und es ist dazu auch noch günstig und schnell. Also ich habe mir einen Taxi bestellt, innerhalb von zwei Minuten war es da.

06:58

Okay, das wünsche ich mir auch hier. Aber es ist so eine ähnliche Frage wie eben irgendwie auch mit dem Bargeld und dem Bezahlen. Aus Nutzer-Sicht ja genial, alles irgendwie besonders einfach, aber gleichzeitig auch wieder die Frage nach, wie problematisch es ist, weil du so abhängig bist von sehr, sehr wenigen Apps. Was passiert, wenn dann eine Mal irgendwie ausfällt oder 25 Apps jetzt nicht durchgelaufen sind? Das ist dann auch genau, das haben wir, das die Frage hab ich mir auch gestellt, aber ich kam auf keine richtige Antwort, weil es muss funktionieren. Wenn diese App nicht funktioniert, dann...

07:28

sieht es ein bisschen eng aus. Aber ich glaube eigentlich, dass die Chinesen das so weit sind, dass die App eigentlich gut funktioniert und sie, egal was ist, funktioniert. Also sie hat auch offline funktioniert und du konntest trotzdem offline irgendwas machen damit. Nur, es ist halt, du bist halt auch wie gesagt abhängig davon, wenn die App dann nicht funktioniert. Wie kommst du dann dem Alltag klar? Am Anfang hat bei uns die App nicht funktioniert so richtig.

07:57

Wir haben uns runtergeladen und wir laden mal die und die ab runter. Dann war es so weit, wir in China sind. waren wir auch so, wie benutzen wir jetzt Alipay? Wie machen wir das? Dann haben wir auch so erstmal ein Taxi bestellt. wussten noch gar nicht, wie wir das dem Bezahlsystem machen, wie wir das Geld rüber bekommen. Das funktioniert von unseren internationalen Kontos, die wir haben.

08:26

Da hast du dann gemerkt, wie abhängig du von dieser App tatsächlich bist. Du beschreibst es quasi so den Eindruck, unglaublich präsentes Smartphone. Also wie präsent ist denn das im öffentlichen Raum dann auch dadurch? Sehr präsent. Und du merkst es aber allgemein. Alle gucken aufs Handy, sind am tippen, sind am sonst was machen, weil ohne Handy geht da gar nichts. Es geht auch schon ein bisschen mehr so in die Zukunft rüber mit anderen Alltagsgegenständen, die man ja immer mehr und mehr modernisiert oder halt Technologen.

08:55

technologisch alltagssicherer macht, ich mal, oder besser zum Alltag nutzen kann. Aber das Handy ist immer noch ganz klar Alltagsgegenstand Nummer eins. Ja, wir haben im ersten Teil der Doppelfolge mit Corinna auch schon darüber gesprochen, was das so mit uns macht. Das kam jetzt auch so bisschen durch. Und wir haben halt noch sehr, viel über diesen Themenblock Robotik geredet. Also du hast jetzt eben schon bisschen was angesprochen, was technisch noch so reinschwappt in den Alltag. Von was genau redest du oder was hattest du eben im Kopf? Also was was...

09:24

Was viel im Kopf ist, ist einerseits, weil ich mich für das Thema interessiere, natürlich Smart Glasses. Da haben wir auch ein paar vorgestellt bekommen, waren wir auch auf ein paar Headquarter-Führungen dabei, wo man halt merkt, dass sie immer mehr und machen. Also das entwickelt sich jetzt. Ich sehe jetzt schon einen Sprung vom letzten Jahr auf der IV, was ich gesehen habe, zu jetzt dieses Jahr Juni. Da hat man einen Riesenunterschied und dass die es auch wirklich zum Alltagsgegenstand machen wollen. Was so Nutzerfreundlichkeit... Genau, es soll nutzerfreundlich sein.

09:53

muss aber auch gleichzeitig eine Brille sein, die alltagsfreundlich ist, dass sie nicht zu schwer ist, dass die Bügel nicht komisch sind. Dass du Bock hast, diese Brille, wie normal, sind ja auch Brillenträger, dass wir Bock haben, diese Brille den ganzen Tag zu tragen. Und das ist unter anderem eine Schwierigkeit, die Sie hinbekommen müssen. Die ganzen Hersteller, da haben sie noch genug Zeit und haben ihre Problemchen.

10:20

Gleichzeitig ist es aber auch, die ganze Technik in die Bügel reinzubekommen und die alltagstauglich zu machen. du dein Handy nicht mehr rausholen musst, um was zu bestellen. Das kannst du einfach über deine Brille machen mit KI-Assistent oder Sprachassistent. Oder du dir vorgestellt, dass du einen Ring um dir herumtrickst, mit dem du in dein Menü den Brillen drinne Dazu kommt aber auch, dass du, wie gesagt, über das Handy alles bestellen kannst. Also, kannst ja voraus bestellen, dann kommst du innen und holst es ab. Oder...

10:50

Robotik, hast du ja auch angesprochen, ist auch ein sehr, sehr großes Thema tatsächlich, womit ich auch nicht gerechnet habe oder es zumindest nicht so krass auf dem Schirm hatte. Man sieht immer ein, zwei lustige Videos von Robotern. Aber auch wie die im Alltag dort schon genutzt werden, für uns Europäer, sag ich mal, für uns, wenn man so möchte, aus dem Westen, rüber bis zur, nach Amerika, ist das schon

11:20

Was ganz anderes. Also ich glaube wir spielen und wir liebäugeln mit den Gedanken, ja Roboter so in der Zukunft zu haben ist schon was ganz Tolles oder was interessantes, wir trauen uns halt nicht so wie Europäer, weil wir Angst davor haben oder wir Respekt davor haben, wie das mit mit Robotern ist und so. Aber dort wird es halt im Alltag genutzt. Heißt dort gibt es Roboter, sage ich mal, ist nicht so die aussehen wie wir Menschen von der Statue her, nämlich die, die halt fahren. Die sind einfach wie so ein Cube.

11:48

auf so ein Ding draufgesetzt, was vier Rollen hat und das fährt. Nur ist es halt smart, in dem es Türen hat und einzelne Fächern heißt, ich hab irgendwas auf mein Hotelschrank drauf bestellt, der Liefertyp liefert das an, auch schon mit seinem E-Roller. Die haben alle da so E-Scooter, so richtige Scooter. Mit denen fahren sie auch auf dem Bürgersteig. Das hab ich immens rausgehauen. Da fahren mich da 50 Typen um. Ich dachte, geh doch auf die Straße. Haben sie nicht gemacht, die sind noch nicht auf der Straße gefahren.

12:19

Da fängt es auch schon an beim Liefern. Die haben alle diese e-Scooter, e-Roller. Dann bringt er das zum Concierge. Der Concierge unten, die ist dann okay für den und den. Der ist auf Zimmer da und da. Dann packt er das in diesen Roboter rein, der dann wirklich einfach Cube ist, die ganzen Schubläden, Tür. Die meisten sind sogar so weit, die haben halt Wärmeflächen. Das Essen bleibt sogar noch warm, während es zu dir hochfährt. Dann hat dieser Roboter halt noch bisschen drin, okay.

12:47

geht zu mir, zu Anton Mayer Zimmer 1258 auf Etage 18. Keine Ahnung. Und dann fährt er da seinen Weg zum Fahrstuhl. Der Fahrstuhl weist durch das System, weil die vom System her gelingt sind. Okay, muss in den und den, dann er rein. Automatisch wird die Etage ausgewirkt, er fährt hoch. Er fährt vor meine Tür, der Roboter. Und dann bekomme ich einen Anruf auf mein Handy.

13:16

Und ich weiß, wenn Dino mich anruft, mein Essen ist da. Dann hab ich die Tür aufgemacht. mach die Tür auf, dann steht ein Roboter da mit seinem kleinen Bildschirm, so ein kleiner Euklein da, lächelt sich an. Dann hat er mich irgendwie auf Chinesisch zugelabert. Und einmal geht die Tür auf, und mein Essen ist da drin. Und ich war so, was? Mein Essen ist da. So dass sich am ehesten kein Mensch, der in dieser Lieferkette beteiligt, irgendwie bewegen muss.

13:45

Ja genau, so faul wie möglich sein. Das ist total verrückt. Von der Firma, die diese Roboter herstellt, wir auch eine Führung bekommen und durften auch deren Testlabor sehen. Da ist eine ganze Etage voll mit einem Parcours ausgebaut, wo die die ganzen Tage die Roboter lang fahren lassen mit Hindernissen und unterschiedlichen...

14:10

Böden, ein bisschen mehr Stein, mal Steigung, blablabla. Alles was man sich so vorstellen kann, wie man was testen kann. Und das ist nonstop. Und die haben ja auch Kameras und Scanner und all den ganzen Kram, die ihr die ganze Bewegung mal sehen könnt. fahren nicht über irgendeine Strecke ab. Und da zu sehen, in welchen ganzen Bereichen die schon in China eingesetzt werden, ist ja verrückt, wie gesagt.

14:37

Also es nicht nur für Essen, es wird sogar in der Medizin schon genutzt. Heißt, werden dann Medikamente hin und her geliefert von den unterschiedlichen Etagen in Krankenhäusern bis hin zu sogar ganz andere Krankenhäuser geliefert. Das wird genutzt in Lagerhallen, um schwere Pakete, schwere Logistikkram hin und her zu schleppen. Da einfach nur so eine Platte. Darunter ist der Roboter mit seinen Kameras und der fährt dann da in den Lager hin und her und bewegt die ganzen Sachen.

15:06

wo Menschen halt vielleicht länger verbrauchen oder halt was tragen müssen und sich dadurch verletzen können, blablabla, ist ja auch bisschen zur Entlastung sozusagen da für die Menschen. Oder es gibt Roboter, die sehen so halbwegs aus wie Menschen, da ist eine ganze KI drin und der kann ja auch alles sagen. Oder Roboter, die dir deine Klamotten falten und sogar noch in eine Waschmaschine deine Wäsche reinstecken. Alles Wirkliche. Es wird alles ausgetestet, was man so übernehmen könnte.

15:34

Es ist halt so krass, du anfangs, bevor die Beispiele kamen, dann gesagt hast du, da ist es halt einfach so, wir machen es jetzt einfach mal, wir probieren es mal aus. Das ist auch was, was so in der Folge letzte Woche so durchkam. Und bei uns ist es dann natürlich, wir gucken ein bisschen skeptischer drauf, kannst du dir das vorstellen, dass es auch bei uns so normal wird oder was muss passieren, damit es dann bei uns so akzeptiert wird? Das ist eine ganz einfache Antwort. Was passieren muss, ist, wir müssen diese Mentality von China übernehmen oder generell von...

16:04

Asien. Einfach machen. Einfach ausprobieren. Wenn es nicht funktioniert, dann ist es halt so. Klar, die Chinesen haben auch in dem Sinne ein bisschen mehr Geld zur Verfügung. Ja, der Wirtschaft geschuldet. Aber man muss auch ganz einfach sagen, sie probieren aus, sie machen, sie testen ganz lange. Die sind sehr, sehr diskret, die Chinesen. sind sehr, perfektionistisch. Also, die testen da wirklich ihre Roboter, wenn der den Kaffee machen soll, wenn er es nicht hinbekommt.

16:33

Die testen einfach dann drei Wochen lang 24-7, bis sie das richtig hinbekommen, wie sie es haben wollen. Und die die Geduld, aber auch gleichzeitig das Vertrauen da drin in ihre eigene Technik, dass sie wissen, irgendwann wird es funktionieren, wir müssen es nur lange genug testen. Und wir Deutschen sind schon bei der Idee überhaupt skeptisch. Nicht nur bei der Umsetzung wäre es ja okay, da kann man nachdenken, mal gucken, kann man noch mal so umprogrammieren. Aber wir sind ja schon bei der Idee skeptisch mit...

17:03

Wollen wir das überhaupt machen? Und wenn es Leute machen, dann sind es immer irgendwelche kleinen Start-ups, irgendwelche Uni-Gruppen, was ich immer so lese, wo ich mir denke, geile Idee. Und dann fehlt das Geld dazu, das größer zu machen oder fehlt die Förderung oder so. Dann sagt irgendeine staatliche Förderung, ja, nee, wir sehen kein Präzial. Und dann investieren die in irgendeinen, sorry, ich sage, irgendeinen alten Scheiß, wo man keinen Präzis...

17:31

sehen kann als junger Mensch für mich und auch für dich. Und da ist das Problem, dass die Deutschen zu viel nachdenken und das lieber perfekt haben wollen schon bei der Idee, anstatt einfach eine gute Idee erstmal eine gute Idee sein lassen sollen und dann machen, anstatt die Idee zu perfektionieren. Weil die Idee kann man auch während der Ausführung perfektionieren.

17:56

Ich glaube, da kommt auch noch so hinzu das Problem, dass wenn du sagst, gerade sagen wir dann, wir haben die Idee, dann geht es weiter in Richtung Genehmigung, geht es weiter in Richtung, ist es bürokratisch möglich, dann kommen noch so viele Hürden auf der einen Seite natürlich für so ein Start-up, was was entwickeln will, ganz viele Hürden auf der anderen Seite natürlich irgendwie auch wichtig all diese Dinge zu haben.

18:19

Vielleicht am Beispiel von Drohnen, die ihr sicherlich auch in China viel gesehen habt. Wir reden sehr viel über Genehmigung, Luftraum, Sicherheit und Co. In China wird das alles schneller ausprobiert. Vielleicht können wir das mal an diesem Drohnenbeispiel oder vielleicht auch an den Beispiel E-Autos mit autonomen Autos festmachen und da noch mal reingehen? Wir waren ja in Shenzhen unter anderem als Erstes. Kurz zu Shenzhen. Shenzhen war vor 40 Jahren noch ein Fischerdorf. Das ist eine 18-Millionen-Metropole. Am Rande für die Hörer hier.

18:50

völlig verrückt. Und dort gibt es so Drohnenstationen, wo dann die Drohnen einfliegen mit dem Essen und dann halt in diese Station landen und dann kann sozusagen dort dann Essen rausholen. Ich habe es leider nicht live gesehen, wir dafür keine Zeit hatten, aber ich habe es mir erklären lassen von ein, zwei Leuten, die in Shenzhen leben und die meinten, es wird genutzt, auf jeden Fall wird es genutzt, von bestimmt vielen Menschen. es jetzt einmal probiert, mit der ich gesprochen habe und sie meinte...

19:18

war halt eine Essenslieferung, so auf eine andere Weise. Aber es ist zum Beispiel ganz praktisch, wenn du Ist das schon normal? Ja, ist halt wirklich... Also sie meint so, ja, das halt eine Drohne, so. Die bringt halt mein Essen so, hm. Aber was ich halt darin eigentlich ganz gut finde, was sie meinte, sie hat ein Lieblingsrestaurant, wo sie mir ganz gerne bestellt. Aber das Büro ist halt so mit dem Auto bis da locker eine halbe Stunde, Stunde unterwegs. Bahn müssen wir gleich erst anfangen. Und dann meinte sie, dafür lohnt sich die Drohne, weil die Drohne hat sie innerhalb von, ich glaube,

19:49

10 Minuten oder so geschafft, 15 Minuten geschafft. Und die Essen war da, auch sie Lieblingsrestaurant. Und dafür habe ich dann auch gemerkt, so, dafür ist es doch praktisch. Oder wenn es einfach richtig schnell gehen muss und du keine Bock hast, durch die ganze Stadt dich durchzuquengeln, kann irgendwas. Dafür war das echt beeindruckend. Und einfach generell mit einer Drohne sein Essen liefern zu lassen. Das machen die Amerikaner schon mit ihren Paketen so. Und...

20:16

Das hat auf jeden Fall auch Zukunftspotenzial, wenn man dafür in die Medizin reingehen möchte, wenn irgendwas schnell transportiert werden muss von Krankenhaus zu Krankenhaus zum Beispiel. Total wichtig. Irgendwelche wichtigen Pakete oder sonstige wichtige Sachen, die einfach schnell und her transportiert werden müssen. Ort zu Ort, ich mal, oder von innerhalb eines Ortes, von Haus zu Haus, Büro zu Büro. Dafür ist es auf jeden Fall eine gute Idee und eine gute Umsetzung, die dann auf jeden Fall gut probiert wird.

20:46

Das fand ich sehr beeindruckend. Auch die Videos, man sich dazu angucken kann, sieht einfach spektakulär aus, wenn da so eine Drohne kommt und dann ein Essen dir liefert und du denkst so, geil, mein Essen kommt da angeflogen. Also, wer kann bürtelschön behaupten, dass schon mal so Essen mit einer Drohne angeflogen kam. Es ist einfach lustig. Und wie du sagst, man sieht es halt dann so auf der Straße. wenn wir beim Thema Mobilität sind, wie sieht der Verkehr aus? Wie fühlt sich das an? Deswegen sag mit dem Auto bist du 30 Minuten unterwegs.

21:15

Wie voll ist es? Wie viele teilautonome Autos sieht man mittlerweile schon? Also es ist sehr voll, ziemlich packed. Und es ist sehr viel Immobility unterwegs, sehr viel. Aber auch schon gut autonomes Fahren. Ich habe das nur in Shenzhen erlebt, dort autonomes Fahren als Taxi, als eine Art Uber dort bekannt.

21:43

und dann bist du wirklich in einem relativ geräumigen Auto. Ein E-Auto auch natürlich und das fährt einfach völlig autonom. Das ist auch nicht so offensichtlich wie in Deutschland, dass dann da 50.000 Kameras am Auto draußen dranhängen. Das sind normale Kameras, die klein unten am Spiegel dran sind, um da alles abzusichern. Und dann hast halt vorne die Fahrerkabine abgetrennt ist mit so Glaswänden und die fahren gut. Die erkennen das.

22:11

den Straßenverkehr mit den ganzen Autos. Man muss dazu sagen, Autobahn und generell Straßenverkehr ist ziemlich durcheinander. Ich weiß auch nicht, wie die Chinesen ihren Führerschein machen. Ich glaube, wenn es ein deutscher Fahrlehrer sehen würde, der wird völlig ausrasten. Aber dafür, dass es halt so durcheinander dort ist, finde ich, fahren diese autonomen Autos ziemlich gut mit und erkennen auch sehr, viel und bauen

22:41

wenig bis keine Unfälle, was ich so gehört habe. Aber generell, der Verkehr dort ist völlig, völlig busy. Also du brauchst auf jeden Fall länger mit dem Auto oder brauchst auf jeden Fall gut lange mit dem Auto und halt sehr, sehr viele E-Autos. Ich glaube, es gibt, ich will keine falsche Zahl jetzt nennen, aber ich glaube, was ich mich recht erinnere, es gibt mittlerweile über 120 E-Auto-Firmen in China und wir kennen vielleicht 10.

23:10

oh Dein persönlicher Eindruck war, waren einfach überall E-Autos. Überall E-Autos und klar, ab und zu mal so bisschen als Markenerkennung. Ja, mal hier ein Porsche, da mal ein alter Mercedes, BMW, so bisschen. Leute, ich bin reich, ich fahre europäische Autos, deutsche Autos. Aber Preis-Leistung und einfach Komfort kann man gegen die chinesischen Autos oder die asiatischen Autos heutzutage nichts machen. Also wir waren dabei bei Huawei.

23:38

Und was die dafür für Autos aufgestellt haben, ist verrückt. Du kriegst da einen SUV, der größer ist als einen normalen Audi Q5, bekommst du für die Hälfte des Geldes, anstatt einen neuen Q5 zum Beispiel. Du zahlst dafür einen geräumigen SUV, zahlst du knapp 40.000. Und für eine Art S-Klasse, die aber um Welten besser ist, nicht um Welten, besser ist als eine S-Klasse meiner Meinung nach, bezahlst du vielleicht 120.000, 100.000?

24:08

finde, erst lässt es sich bisher mal ganz schnell bei 180.000, 200.000 ungefähr. So ein Maibach, sagen wir mal. Und dann merkst du die Unterschiede. Und die haben trotzdem was drauf. Die sind technologisch extrem weit, weil sie natürlich ihre eigenen Systeme reinspielen können, ihre eigenen Softwares reinspielen können. Aber auch so vom Komfort her, von Feeling im Auto, Sitze bis Lenkrad bis Fahrdynamik und so. Es ist schon echt nicht schlecht. Und das merkt man auch. Alle fahren darum.

24:36

Alle fahren diese Autos rum. Ja, ja. Marktführer auf jeden Fall sind im chinesischen E-Automarkt ja auch alles chinesischer Hersteller. Also das ist schon wirklich krass. Wir haben uns jetzt so viele verschiedene kleine technische Punkte mal rausgesucht. Ich wollte noch mal ganz allgemein fragen, so nach Alltag, Beruf, Leben, was du so alles in China mitbekommen hast. Wie sieht so ein Tag aus? So ein normaler Tagesrhythmus oder auch so die Einstellung zwischen Arbeit, privates Leben und so was. Wie unterschiedlich war das?

25:06

Unterschiedlich bis nicht so groß. Das kommt immer darauf an, was du machst. Aber jeden Fall sind die Tage in China sehr lang. Die Leute fangen früh bis spät an, aber die arbeiten sehr viel, sehr lang. Das geht bis 20 Uhr, die arbeiten manchmal. Als wir noch unterwegs waren, draußen um Essen zu gehen, oder ich noch privat spazieren war, um mich anzugucken, du hast da Familien abends um 23 Uhr noch gesehen, die dort im Restaurant saßen.

25:35

mit kleinen Kindern. Und man darf ja auch nicht vergessen, dass die Kids, die sind ja auch den ganzen Tag in der Schule, weil die Eltern auch lange arbeiten. Heißt, die sind danach noch in der Schule bis 20 Uhr, bis sie abgeholt werden oder so. Heißt, die Tage gehen wirklich lang. Man merkt das aber auch. Ich glaube aber auch, dass die Leute in China, die Chinesen allgemein, das relativ gut trennen können mit Arbeit und mit Privaten. Klar.

26:05

Die Tage gehen lang, dadurch wird es schwer, so bisschen zu trennen, weil man irgendwann auch mal müde ist und ins Bett gehen möchte. Aber wenn Privates angesagt ist, dann ist Privates angesagt. Mit abends Essen gehen, mit noch irgendwie Freundschaftstreffen und Sport machen. Es tritt sich aber viel um den Job, wie gesagt. Eine Sache, die wir jetzt auch nicht ausklammern dürfen, weil du direkt vor Anfang an auch gesagt hast, dass das erste, was dir aufgefallen ist, überall Technik.

26:31

Als ich da war, erste, was mir auffiel, dass beim Einreisen schon überall Kameras direkt Fotos machen etc. Das Thema Kameras und Überwachung. Wie sichtbar ist das für dich im Alltag gewesen? Ist das für die Menschen dort ein Thema? Gehört das einfach zur normalen Infrastruktur? Also wie du schon meintest, es fällt direkt auf. Also ich weiß nicht, du dich damals gefühlt hast, als du nach China kamst. Bei mir waren es gemischte Gefühle.

26:57

Weil man das einfach nicht gewöhnt ist. glaube, wenn man hier eine Kamera irgendwo sieht, flippen manche Deutsche auf jeden Fall aus und sagen hier, Datenschutz und ich will nicht gefilmt werden, blablabla. Das ist ja in Deutschland generell ein schwieriges Thema. Aber als ich dort jetzt war, es fällt auf, dass überall Kameras sind. Das fängt im Flughafen an. Natürlich. Dann bist du draußen unterwegs und an jeder Ecke siehst du einen riesen weißen Pfahl, wo...

27:25

zehn Kameras gefühlt dran sind und die in alle Richtungen filmen. Das hast du überall in China so. Das ist aber auch normal. Also ich habe sie gefragt, ich habe so mit ein paar Chinesen gesprochen natürlich, weil es ja einen interessiert. Man ist ja neugierig. Und dann haben sie gesagt, klar, wir verstehen den Punkt, dass man überall gefilmt wird und dass man ja überall hin verfolgt werden kann. Das ist ja auch so ein bisschen.

27:53

Der Mythos, ja, man kann überall verfolgen und die Chinesen überobachten jeden Schritt von dir. Blabla, vor allem als Turi. Aber gleichzeitig meinten sie auch, es gibt einem eine extreme Sicherheit. Weil wenn du, sag ich mal, ausgeraubt wirst, als Ladenbesitzer oder die Tasche geklaut wird, es wird überall... Du kannst halt den Dieb bis nach Hause hin verfolgen. Und du weißt genau, wo er wohnt. Du kannst seine Tasche also zurückbekommen. Zwei Seiten. Das sind zwei Seiten.

28:23

Und es ist halt, ich finde es ein bisschen schwer zu sagen, welche Seite jetzt überwiegt. Weil einerseits ist der Sicherheitsaspekt extrem gut und extrem wichtig. Die Frage ist aber wiederhin, mit der Technologie von heute ist es so wichtig, dass man das sehen kann. Hat man nicht Tracker, kann man nicht Sachen zurückverfolgen, ist einem die Tasche so wichtig? Man hat doch sowieso alles online oder digital eher gesagt, heißt...

28:51

Wenn jetzt mein Handy weggeht, kann ich mein neues Handy einfach über die Cloud wieder alles zurückrufen. Ist das mit meiner Uhr, ist mir die Uhr so wichtig? Gleichzeitig finde ich, ist dann das Ding wieder so schwierig zu sagen. Ja gut, muss ich gefilmt werden? Nervt es mich? Fühle ich mich unwohl dabei gefilmt zu werden die ganze Zeit, jede Sekunde, wenn ich draußen bin? Ich weiß nicht, wie hast du dich gefühlt damals, als du das gesehen hast?

29:21

Ähnlich wie du. Weil das einfach unglaublich ungewohnt ist. Und irgendwie bleibt eben dann zurück, dass es auch so eine Prinzipfrage ist, glaub ich auch. Also am Ende ist es so ein ... Häufig hör ich dann auch, gerade jetzt auch mit der Diskussion um Chagy P.T., wie viel schreibt man auch an AKI und so was, ist so, ja, die interessiert's ja nicht, wenn ich der schreibe, wie ich mich jetzt grad fühle, weil ... Who would care? Aber es ist so eine Prinzipfrage, wie viel ...

29:47

bereit will ich, man es dann zu teilen oder auch nicht. Also das ist, es ist aber eine Frage, die sich irgendwie sehr verändert hat nach gefühlt, weiß nicht, zehn Jahren oder vor zehn, 15 Jahren, wo es dann hieß, stell bloß nicht nix ins Netz. Bloß keine Bilder, bloß nichts Persönliches teilen. Verabrede dich nicht mit Fremden. Wir verabreden uns mit Fremden, um bei denen im Auto von A B gebracht zu werden. Das hat sich halt extrem gewandelt. Also auch die Haltpunkte, haben wir auch letzte Woche in der Podcast Folge mit Corinna besprochen und auch dort.

30:16

nicht so richtig eine Antwort gefunden, weil diese Diskussion ja auch so ein bisschen verschwunden ist aus unserem generellen Bild gerade oder kriegst es mit, dass es viel darüber gesprochen wird oder auch jetzt bei der Reise? Wird das hinterfragt oder ist es so ein, ja gut das ist dann so und dann kommen wir zurück und dann sind wir wieder bei uns? Ja so war es eigentlich, weil wir sind alles sozusagen Technik-Journisten. Wir alle jeden Tag mit dem

30:46

mit der Technik in der Welt zu tun. Deswegen ist es gar nicht mehr so surreal, wie es für manche vielleicht vorkommt. Heutzutage ist es normal auf Instagram ein Bild zu posten oder wir als Redakteurinnen einen Beitrag online zu stellen mit Bildern von, sag ich mal, einer Messe. Es ist normal geworden. Es ist normal geworden, bei Fremden nur einem Auto mitzufahren. Man vertraut denen automatisch, dass sie dich dahin bringen, du ganz gerne hin willst.

31:15

Es ist normal geworden, dass man Autos vertraut, die keinen Fahrer haben und die dich irgendwo hinbringen. Es hat sich so viel auch Generationenfrage. Auf jeden Fall. Was ist normal, wenn du groß wirst? Genau. bin ja auch jung. Ist klar. Aber ich bin auch in den ersten Jahren ohne Technik aufgewachsen, bis ich zwölf oder so war.

31:43

nicht mit viel zu tun gehabt. Ich bin zu einem Kumpels rübergelaufen, hab da geklingelt, dann kam die Mutti raus und meinte, was gibt's denn jetzt schon wieder? Du bist auf Bäume geklettert. Genau, so was. Aber ab dem Gymnasium, wo man halt älter wurde, so ab der 10. Klasse, sag ich mal, kam mal die Technik mit rein mit iPads und so was. Und dann kam irgendwann zum Abi hin die KI so langsam ran. Und wenn ich mir jetzt angucke, wie die Kids heutzutage

32:13

aufwachsen, wenn ich meine Nachbarn mir alleine angucke, die wachsen ganz anders auf. Die haben da schon iPads in kleinen Jahren, in ganz kleinen Jahren, sie ist jetzt sechs oder so, und die hat schon so ein Spiele-iPad. Klar, das nur zum Spielen da, aber sie wechselt im Bildschirm sozusagen auf. Das ist auch in China völlig normal. In China ist es normal, dass die Kids so aufwachsen, weil auch das Land einfach viel weiter ist.

32:42

Aber ist es komisch, dass es so ist? Ist es nicht komisch? Wie du sagst, ist eine Generationsfrage. Meine Eltern sagen, natürlich ist es komisch, dass man mit der Technologie aufwächst. Aber gleichzeitig gehen wir damit um, dass wir immer mehr Technologie in unserem Alltag haben. Wollen wir hier in Deutschland so leben, wie sie hier drüben in China leben? Die Frage habe ich mir auch auf meinem Rückflug ganz, ganz oft gestellt. Wie hast du sie für dich beantwortet?

33:11

immer noch nicht. Das ist Problem. Ich habe sie immer noch nicht beantwortet. Ich konnte sie nicht beantworten. Es ist schwer, weil es ist gleichzeitig, man denkt sich, okay, wir müssen eventuell die Technologie annehmen, die auf uns zukommt aus dem Bereich China. Weil irgendwie müssen wir auch weiter wachsen und wir müssen irgendwie auch mitziehen, sage ich mal, so ist blöd gesagt.

33:37

Wollen wir als Generation, als Gesellschaft will unsere Politik das machen. Sind wir dazu überhaupt aufgestellt, so eine Technologie bei uns durchzuführen in den einzelnen Dingern? Ist unsere Gesellschaft so mit dabei, zu sagen, wir lassen Robotern immer mehr und mehr unsere Jobs? Das klingt so hart, aber irgendwie übernehmen sie ja Jobs, irgendwie unterstützen sie ja auch Jobs.

34:06

Wie sieht es mit KI aus? Wird die KI immer mehr und mehr integriert? Es sind so viele Fragen, da einen aufkommen. KI hast du auch schon mit Corinna besprochen und Robotik wahrscheinlich auch. Wir hatten exakt dieselben Fragen. Und es ist, glaube ich, bei allen irgendwie so dieses ambivalente Gefühl dabei. Also ich glaube auch bei vielen, die zuhören, werden sicherlich ein ähnliches Gefühl haben. Und vielleicht ist das ja auch jetzt der Punkt, wo ihr dann irgendwie bei der Folge eine Pause einlegt und mit irgendjemandem darüber sprechen wollt, weil ich glaube, ist genau dieser Punkt.

34:36

Man will irgendwie darüber reden, weil dieser Besuch und auch das, was du so mitgebracht hast, was du so erzählt hast und auch Corinna, wenn ihr euch die Folge anhören wollt, klickt euch unbedingt mal in die Show Notes, da findet ihr Teil 1. Also ich finde, hat schon irgendwie sehr viel gezeigt, wo sich Sachen verändern. Vieles wirkt dann irgendwie erstmal vielleicht bequem mit bezahlen, bestellen, fahren, buchen. Aber auch die Frage dann auf der anderen Seite, wie abhängig ist man von bestimmten Dingen, wie viel?

35:01

Wollen wir akzeptieren für diese Bequemlichkeitssicherheit, Effizienz? Wie menschlich bleiben wir noch im Alltag, wenn alles automatisiert wird? Also unglaublich viele Fragen, auf die es wahrscheinlich auch ganz, ganz viele subjektive und persönliche Antworten gibt. Wir haben sie jetzt gestellt zusammen mit Anton. Ihr beantwortet sie wahrscheinlich genau für euch. Erstmal danke Anton für diesen Blick auf das sehr digitale Leben in China. Sehr, sehr gerne. Bei weiteren Fragen. Ich stehe immer zur Verfügung, auch für die Community. Lass uns gemeinsam das Thema rangehen einfach.

35:31

Ja, also wenn ihr diskutieren wollt, schaut mal in die Show Notes. Da gibt es auch noch weitere Eindrücke von der Reise von Anton und Corinna. Klickt euch gerne rein. Und wir hören uns dann nächste Woche wieder, nächsten Donnerstag. Lasst gerne dem Podcast auch eine Bewertung da, wenn es euch gefallen hat. Das wäre mega. Und wir hören uns in einer Woche. Bis dahin, freu dich auf morgen.

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