Das smarteste Dorf der Welt - unterwegs in Etteln

Shownotes

Beschreibung:

Etteln hat nicht einmal 2000 Einwohner und gilt trotzdem als das smarteste Dorf der Welt. Hier gibt es Mitfahrbänke per App, einen digitalen Zwilling des Dorfes und mehr selbst produzierten Strom, als die Bewohner überhaupt verbrauchen.

Wir sind in Ostwestfalen unterwegs und sprechen mit dem Digitalisierungsverantwortlichen Ulrich Ahle darüber, wie aus einem kleinen Dorf ein Vorbild für die digitale Zukunft geworden ist. Wir sprechen über smarte Infrastruktur, Glasfaser, Energieversorgung, Datenschutz und die Frage, warum Digitalisierung in Etteln funktioniert.

Was können andere Dörfer und Städte von Etteln lernen?

Egal, ob du ein Technik-Enthusiast, ein Neuling in der Welt der Technologie oder einfach neugierig auf die Zukunft und Innovationen bist, diese Folge bietet dir spannende Informationen und Einblicke in die Welt von überMORGEN.

Ressourcen und Links:

https://www.etteln.de

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Transkript anzeigen

00:00:00: Da will ich nicht hin.

00:00:01: Hatten damals ein verstaubtes Image irgendwo hinter dem Mond liegen und das Etteln irgendwo hinterm Mond liegen würde, sagt heute niemand mehr.

00:00:10: Übermorgen wie Technik unser Morgen verändert.

00:00:25: Wir sind heute in Etteln – ein Dorf in Ostwestphalen, Ortsteil von Borchen mit nicht mal zwei Tausend Einwohnern.

00:00:32: Es gibt Fachwerkhäuser, Felder, Sportplatzmusikverein und das typische Dorfleben.

00:00:36: Das klingt erst mal nach einem ziemlich typischen Dorf, aber Eteln ist das smarteste das digitalste Dorf der Welt!

00:00:43: Hier gibt es Mitwahrbänke die per App funktionieren, Sensoren in altkleider Containern ein digitales Abbild des ganzen Dorfes im Internet und manche Menschen zahlen hier deutlich weniger für Strom als anderswo in Deutschland.

00:00:56: Ich bin heute hier unterwegs und will wissen, wie ist ein kleines Dorf zu einem Vorbild für die digitale Zukunft geworden?

00:01:01: Und was können wir davon

00:01:02: lernen?".

00:01:04: Einer der Menschen hinter dieser Entwicklung ist Ulrich Ahle.

00:01:06: Früher hat er als Teammanager bei einem Computerunternehmen gearbeitet – Heute lebt ein Etteln und versucht gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu zeigen, wie Digitalisierung nicht nur in Großstädten funktionieren kann sondern genau hier!

00:01:19: Hallo Herr Ahle

00:01:20: Hallo Jana, grüß dich.

00:01:21: Wir stehen hier an einer scheinbar ganz normalen Bank zum Sitzen an der Straße wie man sie eben kennt.

00:01:26: Sie ist grün.

00:01:27: das ganz besondere daran dass nicht die Farbe sondern es gibt ja einen Zahlenfeld wie bei so einem Türschloss und direkt daneben meine kleine Plakette mit Namen umliegender Dörfer und Städte Dürrenhagen bis Paderborn.

00:01:37: Die haben alle in Zahlen kurz und wenn ich hier auf den Knopf drücke dann sage ich hey ich will mitgenommen werden Und dann ploppt bei jedem zweiten den Eltern auf dem Handy diese Meldung über die Dorf-App.

00:01:48: Ulrich, wenn man über Digitalisierung spricht, denken viele erst mal in künstliche Intelligenz und an riesige Tech-Konzerne.

00:01:54: Warum beginnt die digitale Zukunft den Eltern ausgerechnet mit einer Bank?

00:01:58: Wir haben das schon vor fünf Jahren installiert.

00:02:02: Eine traditionelle Mitfahrbank sieht so aus, dass es eben eine Bank gibt auf die man sich hinsetzen kann und dann ist daneben ein Galgen wo man Schilder ausklappen oder umklappern kann um anzuzeigen wo man hin möchte.

00:02:16: Wir haben das etwas digitalisiert, das ist aber noch nicht das Besondere.

00:02:19: Das Besondere an unserer Bank ist wirklich dass der Zielort, der auf der Digitalanzeige angezeigt wird dann für fünfzehn Minuten auch in unsere Dorf-App erscheint.

00:02:29: D.h.,

00:02:30: dass nicht nur diejenigen, die zufällig an der Bank vorbeifahren und sehen da sitzt jemand und möchte mitgenommen werden sondern alle im Dorf, die die Dorfapp nutzen bekommen einen Hinweis.

00:02:40: Da sitzt jetzt jemand auf der Bank, der möchte nach Dürren Hagen zum Beispiel.

00:02:45: Und wenn ich heute eh nach Dörnhagen fahren will und bin zeitlich flexibel ... Dann fahre ich jetzt eben los, fahr in der Bank vorbei und nehme die Person mit.

00:02:52: Ich würde das so ein schönes Beispiel mit.

00:02:54: Deswegen bin ich auch mit dem unbedingt einsteigen weil es zeigt so die Technik soll hier nicht so wie bei vielen Smart City Projekten erstmal alle umhauen und beeindrucken.

00:03:01: also das tut es aber auf die Art und Weise.

00:03:04: dass ist eben den Alltag der Menschen erleichtert, dass es eben praktisch ist.

00:03:08: Und die Dorfapp die du gerade angesprochen hast sie nutzen ja auch unglaublich viele Leute hier In der Stadt.

00:03:12: kannst Du mir die Dorfapp mal vielleicht auf deinem Handy zeigen?

00:03:15: Ja

00:03:15: klar wir nutzen... Also es gibt unterschiedliche.

00:03:19: wir nutzen eine Funktion oder eine Lösung, die von der Firma Corsayeti kommt aus der Schweiz.

00:03:25: Hat zunächst mal einen Dorfplatz auf dem man aktuelle Nachrichten sieht.

00:03:30: Die Gemeinde Bäuchen informiert auch viel.

00:03:32: Etteln ist ja ein Ortsteil der Gemeinde Bäuchen und da gibt es dann eben Hinweise hier die Information über die Verleihung des Heimatpreises und ähnliches.

00:03:41: als zweites gibt es einen Veranstaltungskalender, eine Übersicht der Veranstaltung in der gesamten Gemeinde laufen nicht nur im Ortsteil Etteln und dann gibt es einen Marktplatz.

00:03:53: Der ähnlich ist wie eBay Kleinern zeigen wo man Dinge anbieten kann, wo man Dinge suchen kann.

00:04:00: Wichtig auf dem Dorfplatz ist aber auch ich habe hier eine Funktion auch Hilfsgesuche einzustellen.

00:04:05: also am Wochenende möchte ich meine Hecke schneiden hab aber keine Heckenschere.

00:04:09: wer kann mir alle leihen oder vor vier Wochen haben wir die Flurreinigung gemacht dass dann Menschen motiviert werden auch bei der Flur reinigungen mit zur Hälfte unser Dorf sauber zu machen und das ist ein Ausgezeichnis ist Instrument für die Kommunikation zwischen den Bürgerinnen und Bürgern.

00:04:28: Und mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner in Etteln nutzen diese App auch tagtäglich.

00:04:35: Wenn ich jetzt an der Mitfahrbank dort einen Knopf drücke oder beziehungsweise den Hashtag habe ich gesehen, für Paderborn zum Beispiel, kriegst du dann Ulrich hier auf deinem Handy auch direkt eine Pushnachricht?

00:04:44: Oder wie würde das funktionieren?

00:04:45: Das

00:04:45: können wir uns gleich mal angucken wenn wir durchs Dorf gehen!

00:04:47: Ja

00:04:47: gerne.

00:04:49: Dann gehen wir mal zur nächsten Station.

00:04:50: Wir wollen noch ein automatisches Bewässerungssystem für Bäume anschauen, das steht nämlich direkt vor der Grundschule.

00:04:56: Ich fange mir einfach schon an zum Thema Starkregenmanagement.

00:05:01: Digitale Baumbewässerung läuft in Holland und Österreich wie Bolle.

00:05:06: Sie sehen hier einen Bild.

00:05:07: rund um den Kasten ist ein ringförmiger Wasserspeicher.

00:05:11: da sind tausend Liter drin.

00:05:13: dann hat er Sensorik eingebaut der misst die Bodenfeuchte Ist über Lora Warn im Internet verbunden.

00:05:21: Die Kiste guckt erst in den Wetterbericht, wenn es heute Nachmittag regnet dann brauche ich jetzt nicht bewässern.

00:05:27: Wenn's aber trocken bleibt und die Bodenfeuchte zu gering ist Dann wird über diese Pumpe hier aus dem Wasserspeicher Über diese Ringleitung der Baum oder der Boden

00:05:41: Okay, dann gehen wir mal weiter zur nächsten Station und zwar zu einer Packstation die nicht wie üblicherweise gelb ist.

00:05:46: Und warum?

00:05:46: Das erklärt euch jetzt der Ulrich.

00:05:48: Normalerweise kennen Sie die gelben Packstationen, die nur von DAL bedient werden.

00:05:53: Die Post-DAL hat eine neue Lösung, die Sie normalerweise nur in Städten ab thirty tausend Einwohnern installieren heißt Dein Fach und steht auch anderen Paketdienstleistern zur Verfügung.

00:06:07: In Summe ist das sinnvoller als wenn jeder Paketdienstleister seine eigenen Stationen irgendwo hinstellt.

00:06:14: So nach unserer Tour setzen Ulrich und ich uns jetzt wieder an die Mikros, denn ich habe noch ein paar Fragen zum Beispiel zum Glasfaserausbau in Eigenleistung dem digitalen Hausarzt mit künstlicher Intelligenz – und natürlich der Dorf-App!

00:06:27: Die meisten Menschen laden sich ja eher eine App runter und dann verschwindet die so ein bisschen nach ein paar Tagen auf dem Smartphone.

00:06:32: Wie habt ihr das hier geschafft, dass die App auch wirklich von allen genutzt wird?

00:06:35: Ich habe jetzt gerade auch gesehen da waren schon wieder sechzehn neue Angebote auf dem Marktplatz.

00:06:38: Das heißt es wird ja wirklich gut genutst.

00:06:40: Also wie habt ihr es geschafft ,dass die Menschen hier im Dorf diese Anwendung auch wirklich nutzen?

00:06:44: Es hat einfach Vorteile und Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger erzielt und wenn einem etwas hilft, dann nutzt man es auch.

00:06:52: Ja, und ich bin immer auf dem neuesten Stand.

00:06:57: Wenn die Feuerwehr losfährt von einem Einsatz dann posten sie Informationen über den Einsatz in der App.

00:07:02: von der Verwaltung.

00:07:03: wie eben gesagt gibt es Informationen aber auch zu Veranstaltungen besonderen Dingen, die passieren.

00:07:11: Man ist auf dem Laufenden über diesen digitalen Dorfplatz.

00:07:14: Was mich da interessiert?

00:07:15: Wie ist denn eigentlich so der Altersdurchschnitt hier bei euch im Dorf?

00:07:18: Der ist eigentlich normal.

00:07:19: wir haben jetzt keine besonders alte Bevölkerung.

00:07:22: Wir sind sehr gemischt profitieren sicherlich auch davon dass wir in der Nähe der Stadt Paderborn wohnen des Oberzentrums.

00:07:30: aktuell kommt man jede Stunde Mit dem Bus nach Paderborn, die Fahrt dauert zwanzig Minuten und man ist im Stadtzentrum von Paderbor.

00:07:39: Also wir sind relativ nah dran und sind mittlerweile auch ein sehr attraktiver Wohnort.

00:07:46: Wir haben ein Riesenproblem im Ort, wir haben keine Baubletze mehr.

00:07:49: Das ist nämlich die nächste Frage, die ich wissen wollte.

00:07:51: Wer steht bei euch schon auf der Warteliste?

00:07:53: Also wollen habt ihr das gemerkt seitdem ihr wirklich investiert auch in euch als Dorf und euch jetzt Gemeinschaft?

00:07:59: dass mehr Menschen sagen ja aus zwei Orten weiteren also erthillen finde ich jetzt schon besser.

00:08:04: Ja ganz definitiv!

00:08:05: Wir haben ja begonnen mit diesem Veränderungsprozess vor mittlerweile vierzehn Jahren.

00:08:11: es gab zwei Auslöser einmal sollte die Grundschule geschlossen werden weil genug Kinder da waren.

00:08:16: Und ich war damals noch Fraktionsvorsitzender der größten Fraktion im Rat der Gemeinde Bäuchen, der sagte unser Bürgermeister eines Tages zu mir Herr Ale wir haben so viel Bewerber für Baugrundstücke die wir in unseren beiden Hauptsiedlungsorten der Gemeinden Bäuchen das sind Kirchbäuche und Nordbäuchen nicht bedienen können weil es da keine öffentliche Bauplätze aktuell gab.

00:08:38: Und wenn er dann den Bewerberin sagte, ich kann ihn aber gerne zwei gemeintliche Grundstücke in Etteln anbieten.

00:08:44: Dann bekam er aufzuhören – da will ich nicht hin!

00:08:47: Zu weit von Paderborn entfernt, also wir sind der Ortsteil der Gemeinde Borchende am weitesten von Pederborn entfernd ist, hatten damals ein verstaubtes Image irgendwo hinter Mond liegend und das haben wir zum Anlass genommen diese beiden Auslöser um sogenannte Dorfwerkstätten zu machen, sind uns über die Stärken und Schwächen des Ortes bewusst geworden und haben dann diesen Veränderungsprozess gestartet.

00:09:12: Dass Etteln irgendwo hinter Mond liegen würde, das sagt heute niemand mehr.

00:09:16: Ettelen liegt nämlich genau vor Hongkong auf Platz eins.

00:09:19: Und was ich wissen wollte ist mittlerweile schon so ... Bekannt und so groß, dass es ja auch einen eigenen Zwilling hatte.

00:09:26: Das Dorf gibt's zweimal und zwar digital.

00:09:28: Kannst du mir erzählen was genau bedeutet das?

00:09:30: Also muss ich mir das vorstellen.

00:09:32: okay... Ich kann mich irgendwie digital durchs Dorf navigieren wie in einem Computerspiel oder was war die... Ja

00:09:37: genauso!

00:09:38: Wir haben mithilfe von speziellen Drohnen ein digitales, ein dreidimensionales, digitales Abbild des Dorfes erstellt und haben an dieses digitale Abbild dann auch Sensor-Daten angebunden.

00:09:53: Das heißt ich kann einmal wie du gerade sagtest, wie in einem Computerspiel durch Etteln hindurch wandern und kann mir in diesem dreidimmensionalen Zwilling auch Senserdaten anschauen, die beschreiben was in der realen Welt passiert.

00:10:09: Zum Beispiel wie hoch der Flussbegel ist oder der Wasserstand im Fluss ist?

00:10:13: Wie voll der Altkleider-Container ist oder ähnliche Dinge.

00:10:16: Das sind so klasse Funktion.

00:10:17: also gerade als wir reingefahren sind haben wir auch gemerkt man fährt ja erst mal eine Senke rein und klar damals zu simulieren was passiert wenn vielleicht der fluss mehr Wasser hat das genau richtig.

00:10:27: aber auch solche Dinge eben.

00:10:28: wie ist der Altleider Container einfach schon voll?

00:10:30: oder kann ich noch hinfahren?

00:10:31: und alles kann man durch die App?

00:10:33: dann Da kann man draufzugreifen.

00:10:35: Genau, und da kann jeder darauf zugreifen?

00:10:37: Ich finde es geht nicht darum, so einzelne kleine digitale Projekte zu machen sondern ihr habt eigentlich überlegt ne wie organisiere ich das Dorf komplett neu.

00:10:44: Ihr habt einen großen Teil der vielleicht eher unter uns ist.

00:10:47: wo wir drauf stehen is ja die Glasfaserleitung in Erzeln.

00:10:50: Das war auch bestimmt so eine der Basics.

00:10:52: oder also ihr habt ehrenamtlich einfach komplett den Ausbau durchgezogen, ihr habt über tausende Stunden hinweg, ich hab lesen dreieinhalb Tausend Stunden habt ihr Glasfaserleit.

00:11:04: Wie hast du ein ganzes Dorf davon überzeugt, am Wochenende Glasfaserleitung zu überlegen?

00:11:09: Ich muss das etwas korrigieren.

00:11:11: Denn im Ortszentrum hat die deutsche Glasfaser den Ausbau gemacht sowie in vielen anderen Bereichen auch eigenwirtschaftlich ohne öffentliche Förderung.

00:11:19: und unserem damaligen Bürgermeister war bei dem sogenannten weißen Fleckenprogramm.

00:11:25: Das ist gerade für Außenbereiche ein Programm wo der Bund und das Land Aber unserem damaligen Bürgermeister waren zehn Prozent Eigenanteil für die Kommune zu viel.

00:11:38: Alle anderen neuen Kommunen im Kreis Baderborn haben gemeinsam einen Förderantrag gestellt, haben dann sixty-fünf Millionen Euro Förderung bekommen und über sechs Jahre ausgebaut.

00:11:47: Nur für Bäuchen gab es keine Lösung – damit auch nicht für den Ortsteil Etteln!

00:11:51: Und wir lassen uns typischerweise von solchen Herausforderungen nicht von unseren Zielen abhalten.

00:11:56: Also haben wir die Ärmel hochgekrempelt im Außenbereich, dreißig Kilometer Glasfaser verlegt.

00:12:05: Wahnsinn!

00:12:06: Und hatten da das Glück, muss ich sagen ... Die Projekt-Idee ist entstanden am zehnten Januar, und dann begann Corona.

00:12:18: Wir kamen in die Lockdown-Phase, wo die Leute eh nicht wussten was sie tun sollen.

00:12:22: Weil alle zu Hause waren.

00:12:24: Dann waren Sie froh, dass sie rauskamen.

00:12:27: Dass wir über sechs Monate gebuddelt haben.

00:12:32: Wir haben jetzt, wie wir so schön sagen, Glasfaser bis zur letzten Milchkanne.

00:12:36: Ja und das ist wirklich Wahnsinn!

00:12:37: Wenn auch die wirklich Höhe für die am weitesten entfernt sind vom Stadtzentrum den Anschluss haben... Wie hat sich das auch im Alltag verändert?

00:12:45: Was sagen Menschen mit denen du hier sprichst, wie hat es sich das Ganze so verändert?

00:12:49: Also auch zum Beispiel die Landwirte weiter außerhalb mit Glasfasern-Anschluss.

00:12:53: Wie hat das das Leben verändert?

00:12:55: Die sind dankbar.

00:12:57: Bei Landwirten

00:12:58: z.B.,

00:12:58: nämlich ein Beispiel Eine Fütterungsanlage bei einem Landwirt in einem Stall, wo in der Vergangenheit immer – weil dort auch nicht ausreichend Mobilfunkempfang ist.

00:13:09: Alle drei Monate ein Service-Techniker kommen musste mit dem Speicherstick und eine neue Software und Upgrade auf die Fütternungsanlagen gespielt hat.

00:13:17: Das geht jetzt über Fernwartung und kann automatisiert erfolgen.

00:13:22: Die Landwirte können Über Kameras sehen, wie es ihren Tieren geht im Stall.

00:13:28: Es waren aber nicht nur Landwirte, sondern auch bestimmt ... forty-fünf Haushalte.

00:13:34: Die außerhalb des Ortes sind da, wo sich eben für die deutsche Glasfaser betriebswirtschaftlich nicht mehr gerechnet hat, die Wege zu baggern.

00:13:44: Da haben wir's gemacht und die konnten dann zum Beispiel in der Coronafase Homeschooling machen, konnten vom Homeoffice arbeiten was vorher nicht möglich gewesen wäre.

00:13:54: Wahrscheinlich auch die einzigen, die keine verpixelte Kamera hatten wenn sie sie angemacht haben.

00:13:59: Wahnsinn!

00:14:00: Ich finde die Digitalisierung hier ist so beeindruckend und gerade auch weil sie wahrscheinlich ja nicht von oben runter kommt, sondern weil sie als Gemeinschaft irgendwie gelebt wurde.

00:14:08: Da will ich nachher auf jeden Fall auch noch mal hin.

00:14:10: Digitalisierung hört ihr ja nicht beim Internet auf.

00:14:12: das Thema Strom es vor allen Dingen auch ein ganz großes Bräuch.

00:14:15: Also ihr produziert deutlich mehr Strom als ihr verbraucht.

00:14:19: Ihr habt Solarenergie.

00:14:20: Ich habe noch nie so viele Windräder gesehen als sich die Allezur nach Etin hingefahrenen Biogas.

00:14:26: auch noch Ulrich, habt ihr produziert mehr Strom als ihr verbraucht?

00:14:30: Wie

00:14:31: ist richtig.

00:14:32: Wahnsinn!

00:14:33: Wie seid ihr zum Energieproduzenten für die Region geworden?

00:14:37: Es sind ja nicht nur wir, sondern es ist der gesamte Kreis Paderborn.

00:14:42: Wir sind hier in einer sehr windhöfigen Gegend des Steichs-Zum-Eggel-Birge hin und dadurch haben wir eine recht gute Windsituation, die sich einfach für Windkraftinvestoren auszahlt, dadurch dass die Windräder optimaler laufen können als an anderen Binnenstandorten.

00:15:01: Und also das trifft für viele zu.

00:15:04: was aber hier in Etteln besonders ist Die Landeigentümer und die Landwirte.

00:15:09: vor ich würde sagen fünfzehn Jahren ungefähr Als sie ihre Flächen für den Bau von Windkraftanlagen zur Verfügung gestellt haben Haben Indie-Verträge hinein verhandelt Das nicht nur Sie selbst davon profitieren sollen und Pacht bekommen für die Standorte, sondern dass alle Bürgerinnen im Dorf davon profitieren können.

00:15:31: Wir haben die glückliche Situation, dass einer der großen Windkraftanlagen Betreiber hier gleichzeitig auch Stromanbieter ist.

00:15:39: Der hat in die Pachtverträge mit aufgenommen.

00:15:42: Je mehr Windkraftanlagen gebaut werden, desto günstiger wird der Strom.

00:15:46: Der Strom bei euch ist ja auch

00:15:48: günstig?

00:15:49: Ja schon seit vielen Jahren.

00:15:51: Wir haben einen eigenen Stromtarif, den es nur für Etteln gibt und nicht für die anderen Ortsteile der Gemeinde Borchen, sondern wirklich nur für das kleine Dorf.

00:16:01: der mit minus zwanzig Prozent unter Grundversorger-Tarif angefangen hat.

00:16:07: Und dann sind mehr Windräder gebaut worden, jetzt sind wir aktuell bei minus dreißig Prozent und wir sind ausgewählt worden von der Deutschen Energieagentur um ein Energierealabor hier aufzubauen.

00:16:20: in Etteln Es sind eine ganze Reihe von Häusern mit intelligenten Stromzählern ausgestattet worden Imsis intelligente Messsysteme Und diese Haushalte können jetzt dynamische Strompreise nutzen.

00:16:34: D.h.,

00:16:34: der statisch günstigere Preis ist jetzt dynamisiert worden, geht noch weiter runter bis auf minimal dreizehn und ein halb Cent pro Kilowatt-Stunde, ist nach oben hin aber gekappt.

00:16:47: da sind das maximal dreinzwanzig Komma fünf Cent.

00:16:50: In diesem Bereich schwankt es je nachdem wie viel Wind bei uns weht.

00:16:55: Ab nächsten Monat bin ich in der Lage mein Elektroauto zu Hause mit einer App zu koppeln.

00:17:00: Die App kennt dann jeweils den aktuellen Strompreis und der Ladevorgang des Autos wird über die App gesteuert, ich kann es so einstellen dass das Auto nur dann lädt Wenn günstiger Strom da ist.

00:17:12: Die Möglichkeiten

00:17:13: dafür sind super, also gerade auch hier werden so viele E-Autos ja auch schon gesehen Wallboxen.

00:17:18: Das ist klar dass das die Leute hier dann auch mitnehmen.

00:17:22: Und all dies diese Dynamisierung im Stromnetz ohne Digitalisierung geht es nicht?

00:17:27: Ja und ich grade auch die mit den E- Autos noch die mögliche Speichermöglichkeit plus.

00:17:32: ihr habt ja auch ein Speicher.

00:17:34: hier bei euch sind wir auch schon dran vorbeigefahren.

00:17:36: Ihr probiert auch aus wie es eben in Zukunft sein kann.

00:17:40: was genau habt ihr da noch geplant, quasi jetzt auch das Real-Labor.

00:17:44: Das klingt ja schon mal nach einem Plan der auch gut funktionieren wird?

00:17:49: Ich sehe keine Nachteile.

00:17:52: Was ist noch auf der Liste?

00:17:53: Auf der Leste ist ein sehr herausforderndes Thema.

00:17:57: eine private Investorengruppe hat ein eigenes Umspannwerk gebaut.

00:18:01: an die Einhundertzehntausend Volt Stromleitung, die in der Nähe des Ortes vorbeigeht würde dort auch noch einen großen Batteriespeicher hinbauen um den Windstrom, wenn er überschüssig ist.

00:18:13: Wenn genug Strom im Angebot ist dann dort zu speichern und aus dem Batteriespeicher wieder Strom abzugeben, wenn kein Wind weht.

00:18:23: Da ist es aber aktuell ganz schwierig Anschlussgenehmigung für solche Speicher zu bekommen.

00:18:27: Etwas was wir uns nachher auch anschauen das wir jetzt seit kurzem Betrieb haben ist die digitale Arztpraxis Auch ein ganz spannendes Thema.

00:18:37: Unser Hausarzt, den wir hatten im Ort, hat vor vier Jahren mittlerweile im rüstigen Alter von seventy-vier Jahren seine Praxis aufgegeben hat.

00:18:45: Hat sich über mehrere Jahre bemüht eine Nachfolgeriegelung hinzubekommen was ganz schwierig ist und nicht erfolgreich war.

00:18:54: Und wir nutzen jetzt deine Praxisräume.

00:18:56: dort ist eine speziell ausgebildete Krankenschwester die über eine Vielzahl digitaler Untersuchungsgeräte verfügt.

00:19:06: Sie macht die Untersuchung der Patientinnen und Patienten, wird über künstliche Intelligenz begleitet.

00:19:12: dabei.

00:19:12: Also je nachdem welche Anfangsymptome beschrieben werden führt sie die Befundung durch alle Ergebnisse.

00:19:18: Untersuchungsergebnisse werden automatisch auf eine Digitalisierungsplattform hochgeladen, durch Künstliche Intelligence voranalysiert.

00:19:26: Und der Arzt im Nachbarort zehn Kilometer entfernt, der in diesem Projekt mitmacht, macht dann seine eigene Befundung und teilt das Ergebnis im Rahmen einer Videosprechstunde der Patientin den Patienten mit.

00:19:38: Und so bekommen wir ein Teil ärztliche Grundversorgung wieder zurück in die Fläche, zurück ins Dorf auch wenn wir keinen Arzt mehr haben.

00:19:46: Es ist eine super Idee.

00:19:47: also klar man kann das Problem nicht lösen des Ärztemangels aber man findet eben Möglichkeiten das Ganze dem irgendwie entgegen zu gehen.

00:19:56: Bei den vielen Lösungen, die ihr gefunden habt oder bei den vielen Ideen, die ich habe, frage ich mich.

00:20:00: Gab es auch Projekte, die überhaupt nicht funktioniert haben?

00:20:04: Die man angegangen seid?

00:20:06: Überhaupt nicht funktioniert nicht.

00:20:08: Wobei wir auch dafür keine Angst hätten.

00:20:11: Denn wenn ich neue Wege beschreiten will dann passiert das auch mal dass man in eine Sackgasse gerät dass man dann wieder zurückgehen muss.

00:20:22: Obwohl wir als Deutsche nicht diese Fehlerkultur haben und nicht so sozialisiert sind, da sind uns die Amerikaner sicherlich einen Schritt voraus.

00:20:31: aber wir haben Themen wo wir noch Herausforderungen haben.

00:20:35: zum Beispiel wir haben ja ein Elektrodorfauto was seit sechs Jahren läuft super ans Internet angebunden kann kostenlos genutzt werden von den Bürgerinnen und Bürgern Und in der gleichen Form ein Elektro-Lastenfahrrad.

00:20:49: Da tun wir uns aber immer noch schwer, das digitale Rahmenschluss was das Fahrrad hat an unsere Buchungsapp anzubinden.

00:20:56: also dass ist noch nicht so im Betrieb wie wir uns das wünschen würden.

00:21:00: Wenn es nur das ist!

00:21:02: Wie hat sich denn generell das Leben im Dorf seit ihr vor vierzehn Jahren angefangen habt, es komplett neu zu gestalten verändert?

00:21:10: Also klar mit der Wartediste an Leuten die gerne irgendwie Grundstück erschließen wollen.

00:21:14: Das sagt ja schon unglaublich viel aus.

00:21:16: aber auch bei den Menschen vor Ort hier was... Was hast du so im Vergleich mitbekommen zum letzten Jahrzehnt?

00:21:23: Ich denke dass ich das Selbstbewusstsein, das Selbstverständnis deutlich gewandelt habe.

00:21:29: viele sind stolz darauf wie ein Etteln zu wohnen und wohn gerne hier.

00:21:35: Auch wenn es durchaus ein paar kritische Stimmen gibt, das will ich nicht verhehlen Menschen die sagen durch eure ganze Digitalisierung geht unser soziales Leben verloren.

00:21:45: Ja wir kommunizieren nur noch über die Dorf-App aber wir treffen uns nicht mal beim Bäcker.

00:21:49: Ah

00:21:50: okay den wird's zu digital

00:21:52: Nehmt jetzt zu digital.

00:21:53: Da gibt es einige... Nicht viele Aber einige gibt es Und auch diese Position nehmen wir sehr ernst.

00:22:00: Aber unsere Aussage dazu ist immer, wir nehmen von dem analogen Leben, dass wir gewohnt sind.

00:22:08: Nichts weg!

00:22:09: Wir feiern weiterhin genauso schützenfest und das geschieht weiter hin.

00:22:13: Das was wir digital anbieten, sind zusätzliche Angebote die ich nutzen kann aber nicht nutzen muss.

00:22:20: Ich kann genau so weiter leben wie es vorher hatte ohne die Digitalen Medien zu nutzen.

00:22:25: Aber ich habe viele zusätzlichen Vorteile.

00:22:28: Das ist interessant, dass da dann bei den Skeptikern das zurückkommt.

00:22:32: Dass das analoge Leben kleiner werden würde kommt auch sowas zurück wie weil klar, je smarter ein Ort wird, desto mehr Daten werden ja auch entstehen und werden gesammelt.

00:22:43: Kommt da nicht irgendwann eher die Frage auf wer weiß was über wen?

00:22:45: oder ist es eher gar nicht Thema?

00:22:48: Das ist teilweise schon ein Thema.

00:22:49: also wir haben eben über den digitalen Zwilling gesprochen.

00:22:52: Da hatten Ein Hausbesitzer sagte, ich möchte nicht, dass die anderen Menschen bei mir hinter das Haus gucken können.

00:22:59: Das haben wir verpixelt und alles war gut.

00:23:03: Aber vielleicht eine Erfahrung auch im Vergleich zu sozialen Medien, wo ich ja durchaus mit Nicht-Klarnamen agieren kann?

00:23:13: Das ist bei uns in der Dorfapp anders.

00:23:15: Man muss sich mit seinem Klarnamen anmelden wird auch verifiziert, dass man das wirklich isst.

00:23:21: Und wir haben jetzt seit sechs Jahren laufen und hatten noch keinen einzigen Shitstorm.

00:23:26: Wir haben einen Backoffice dabei, also ein Hilfebereich an dem man sich wenden kann.

00:23:33: wenn dort jetzt Einträge sind die vielleicht nicht angemessen sind dann würden sie sich das angucken und gegebenenfalls auch löschen.

00:23:41: aber das haben wir bisher noch nie in Anspruch nehmen müssen.

00:23:43: Das ist halt auch gleichzeitig so ein realer Board, wie Social Media funktionieren könnte mit realen.

00:23:48: Ja

00:23:48: ja und also ich bin ganz klar ein Verführworter für die Pflicht zu realen haben.

00:23:55: Ich glaube das Stichwort Vertrauen ist glaub ich dann auch sehr groß hier bei euch.

00:23:59: Also die wichtigste Ressource scheint nicht wirklich die Technik zu sein.

00:24:03: Klar die ist auch wichtig.

00:24:04: aber die Menschen die hier sind und die Engagement und die Vertrauen sind glaube ich die Pfeiler auf dem was hier steht.

00:24:12: Glaubst du, dass Ethin deshalb so erfolgreich ist?

00:24:14: Weil die Menschen so die Basis gelegt haben?

00:24:17: oder würde das auch mit in Dorf XY funktionieren.

00:24:21: Dann sagst du nee, das waren schon die Menschen, die das hier erarbeitet haben.

00:24:25: In Dorf XY im Zweifel zwei Jahr, in Stadtquartier XY wahrscheinlich nicht denn das unterscheidet glaube ich ländliche Bereiche und viele Dörfer von städtischen Bereichen, dass die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Leistung im ländlichen Bereich einfach stärker ausgeprägt ist.

00:24:45: Die gibt es genauso auch im städthischen Umfeld aber in dem ländlichem Bereich ist das noch stärker ausgeprächt.

00:24:50: und vielleicht eine kleine Anekdote ... ... war Etel noch eine eigene Gemeinde mit einem eigenen Bürgermeister hatte eine Volksschule.

00:24:59: und da kam eines Tages ein Statiker Zum Bürgermeister und sagte ihm mit eurer Volksschule, dann müsst ihr aufpassen.

00:25:06: Die ist nicht mehr statisch wirklich

00:25:08: stabil.".

00:25:10: Und zwei Wochen später war der Bürgemeister beim Landrat, haben auch über das Thema gesprochen.

00:25:14: Dann sagt er, der Landrat so flappt sich nebenbei, dann reißt sie doch ein.

00:25:18: Meinte es aber gar nicht so.

00:25:20: Wiederum eine Woche später war Der Landrat in der Gegend ... wollte sich die Schule an selbst mal anschauen Fand nun auch ein Schutthaufen vor.

00:25:28: Da war sie schon eingerissen worden.

00:25:30: und die folgenden zwei Jahre hat dann die Dorfgemeinschaft in sogenannten Hand-und Spannendiensten, die damals modernste Volksschule im gesamten Landkreis in Eigenleistung gebaut.

00:25:42: Und das ist so ein bisschen Beispiel dafür welcher DNA hier bei den Menschen vorhanden ist.

00:25:48: Du seid

00:25:48: hänns on?

00:25:49: Ja definitiv!

00:25:50: Der zweite Aspekt der dazu kommt.

00:25:53: wir haben in der Nachbarstadt in Paraborn Gab es früher mal ein Computerunternehmen, das Nixdorf-Computer hieß.

00:26:00: Kennst du wahrscheinlich gar nicht mehr?

00:26:01: Ist Anfang der Neunziger dann von Siemens gekauft worden.

00:26:05: Die hatten bestimmt fünf, dreißigtausend Mitarbeiter also war ein relativ großes Unternehmen.

00:26:09: ich habe da selbst auch angefangen und aus dieser Historie heraus hat Paderborn oder das Umfeld vom Paderborne die höchste Dichte an IT Firmen in ganz Nordrhein-Westfalen.

00:26:22: Und diese Kombination Fähigkeit und Bereitschaft für ehrenamtliche Leistung.

00:26:30: Da ist es uns gelungen, die aus der analogen Welt mit IT-Kompetenz zu verbinden.

00:26:36: Denn diese Menschen in diesen IT-Firmen müssen auch irgendwo wohnen.

00:26:40: Viele wohnten auch in Etteln.

00:26:41: Wir haben selbst eine IT-firma hier in Ettern, die kräftig mit anpackt.

00:26:45: Es ist uns gelingen ... dieses ehrenamtliche Engagement aus der analogen Welt in die digitale Welt zu überführen.

00:26:51: Das ist schon eine ziemlich einzigartige Mischung, finde ich und eine, die euch vor Hongkong auf Platz eins gebracht hat.

00:26:56: also ihr seid ja ihr seid das smarteste Dorf der welt.

00:27:01: wie surreal ist es vielleicht für dich noch so ein bisschen dieser titel und zu wissen so ja hongkong können wir schon locker in die tasche stecken?

00:27:08: Also das war für mich sowas von überraschend.

00:27:10: Wir haben uns getraut vor zwei jahren ungefähr ums bei diesem weltweiten Smart City-Wettbewerb zu bewerben Und als dann in Pattaya in Thailand, da war die Zehntes Mart City Konferenz der IEEE, so heißt er Verband, der diesen Wettbewerb ausgerichtet hat.

00:27:25: Dann bekannt gegeben hat das wir gewonnen haben.

00:27:27: Das war mehr als überraschend und noch überraschen da wirklich vor Hongkong ja?

00:27:33: Ich hatte das Glück oder den Zufall zwei Wochen später beruflich nach Hongkong eingeladen zu sein.

00:27:41: Hab dann meinen Flug umgebucht, bin tag eher hingeflogen habe mich mit den Twin City Leuten getroffen.

00:27:46: Tolle Lösung mit dem sie sich hier beworben haben in einem Wettbewerb von einem Bereich der heißt Electrical and Mechanical Service Department.

00:27:54: die sind verantwortlich für den Betrieb der acht tausend öffentlichen Gebäude in hongkong Die alle Gebäude jünger als fünf Jahre sind komplett digitalisiert, alle älteren werden sukzessive digitalisiert.

00:28:06: Den ist es gelungen die Energiekosten um sieben halb Prozent zu reduzieren, die Wartungskosten zu reduziern, die Aufenthaltsqualität der Nutzer der Gebäuden zu erhöhen.

00:28:15: aber Sie haben einen Datensilo gebaut nur fürs Gebäudemanagement.

00:28:19: Daneben gibt's ein Datensillo für die Mobilität, daneben Datensilo für die Energiewirtschaft.

00:28:24: also da ist Hongkong schon sehr digitalisiert.

00:28:29: eigenen Daten sie los.

00:28:30: Und das, was die Jury überzeugt hat ist unser Ansatz, das wirklich integrativ zu lösen – was natürlich im kleinen Dorf viel einfacher ist als in der großen Stadt!

00:28:39: Aber es hat dazu gereicht den ersten Platz zu gewinnen mit all seinen Konsequenzen, die wir dann danach haben.

00:28:45: Zum Beispiel dass eben sehr viele Menschen bei euch an die Tür klopfen und uns durchs Dorf geführt werden wollen.

00:28:50: Das haben wir ja heute auch gemacht bzw.

00:28:51: Wir werden's gleich noch machen und ihr kriegt das natürlich auch mit.

00:28:54: und ich möchte eigentlich zum Abschluss nur fragen Ulrich in zehn Jahren Wo ist er denn dann?

00:29:00: Ich hoffe, dass wir in zehn Jahren die zwei tausend Einwohnergrenze wieder überschritten haben.

00:29:04: Dass es uns gelungen ist ausreichend Baub Platz zur Verfügung zu stellen und das wir die Basis, die wir hier gelegt haben kontinuierlich weiter ausgebaut haben und weiterhin das digitalste Dorf in Deutschland sind

00:29:19: Das ist doch ein sehr schönes Schlusswort.

00:29:21: Ich habe zum Ende immer ein kleines Zitat, was ich dir zur Hälfte in den Mund legen wollen würde.

00:29:25: eigentlich freu dich auf morgen weil das ist so ein bisschen das Motto des Podcasts?

00:29:28: Ja, ich freue mich auf morgen, weil Ettin dann weiterhin attraktiv und lebenswert und noch lebenswerter für die Bürgerinnen und Bürger ist denn dafür machen wir die Digitalisierung.

00:29:40: Vielen

00:29:40: vielen Dank Ulrich Adler für den Rundgang durch Ettin!

00:29:43: Wir haben viel mitgenommen, viel gelernt und ich glaube dass es auch sehr inspirierend ist für die Leute, die zuhören.

00:29:46: deswegen vielen dank Ulrich!

00:29:48: Gerne

00:29:48: Und wenn ihr sehen wollt, wie das smarteste Dorf der Welt eigentlich aussieht.

00:29:52: Wir haben euch Videos und Eindrücke aus Aettln auf unserem Instagram-Kanal hochgeladen.

00:29:56: Außerdem findet ihr in den Shownotes Artikel-, Bilder- und Links zu dem Projekt über die wir heute gesprochen haben.

00:30:01: Vielleicht wart ihr ja nach dieser Folge das erste Mal an dem Punkt, an dem ihr gedacht habt, okay, Digitalisierung muss nicht immer kompliziert sein!

00:30:08: Wenn euch die Folge gefallen hat dann abonniert gerne den Podcast und wir hören uns nächsten Donnerstag.

00:30:13: Bis dahin freu dich auf morgen.

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