Bücher und KI: Das ganze Gespräch über Kreativität und Technik

Shownotes

Beschreibung:

Passen Künstliche Intelligenz und Kreativität zusammen? Im Ganzen Gespräch sprechen wir mit Bastian Martschink, Professor für Data-driven Marketing und Autor, über über die Begeisterung der Studierenden, um schleichende gesellschaftliche Veränderungen und um die Frage, weshalb jemand, der technisch tief im Thema steckt, privat deutlich vorsichtiger auf KI blickt.

Egal, ob du ein Technik-Enthusiast, ein Neuling in der Welt der Technologie oder einfach neugierig auf die Zukunft und Innovationen bist, diese Folge bietet dir spannende Informationen und Einblicke in die Welt von überMORGEN.

Ressourcen und Links:

Bastian Martschink auf Instagram: @finn.dever.official

Seine Bücher: Finn Dever - Letzter Blick Finn Dever - Täuschung

Unsere Podcast-Nachbarn CasaCasi:

https://www.casacasi.de

Feedback und Kontakt:

Wir freuen uns über dein Feedback! Schreibe uns einfach eine E-Mail an podcast@inside.digital oder folge uns auf Instagram unter @inside_digital. Wenn du Fragen oder Ideen für zukünftige Episoden hast, lass es uns wissen. Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere unseren Podcast und hinterlasse uns eine Bewertung. Deine Unterstützung hilft uns, den Podcast zu verbessern und mehr Inhalte zu produzieren. Freu dich auf morgen!

Disclaimer:

Die in dieser Episode geäußerten Meinungen sind die der Hosts und Gäste und spiegeln nicht unbedingt die Meinungen von inside digital wider.

Produktion:

Mit freundlicher Unterstützung von TON.EINS. https://toneins.de

Transkript anzeigen

00:00:01: Künstliche Intelligenz ist überall, im Beruf und immer öfter auch ganz privat.

00:00:16: Viele sprechen über Chancen, andere über Risiken.

00:00:19: Mein heutiger Gast schaut auf beide Seiten, erforscht, zu KI und Big Data bildet Studierende aus, die dieser Technologie mit großer Begeisterung begegnen und erlebt gleichzeitig, wie sehr KI Fragen nach Kreativität, Vertrauen und zur Originalität neu aufwirft.

00:00:34: Mit ihm spreche ich darüber, wo KI heute wirklich hilft, wo sie überschätzt wird und warum jemand, der technisch tief im Thema steckt, privat deutlich vorsichtiger auf diese Entwicklung blickt.

00:00:44: Ich bin Johanna, schön, dass ihr dabei seid.

00:00:49: Mein heutiger Gast bewegt sich zwischen zwei Polen hin und her.

00:00:52: Also er ist Professor für Data Driven Marketing an der Hochschule Düsseldorf und das heißt er arbeitet täglich mit Big Data, mit Analytics, mit KI.

00:00:59: Er bildet Studierende aus, die dieser Technologie mit großer Begeisterung begegnen und er ist gleichzeitig aber auch Autor, der erlebt hat, wie sehr KI unsere Vorstellung von Kreativität, von Originalität und Vertrauen dann herausfordert.

00:01:12: Und damit ein Hallo an Bastia Marching.

00:01:16: Wir sprechen ja heute darüber, wo KI wirklich hilft, wo sie vielleicht überschätzt wird und wo sie vielleicht auch mit kreativer Arbeit, warum das so besonders sensibel ist, wenn KI dann im Zusammenhang kommt.

00:01:29: Warum jemand, wie du, der technisch ganz tief im Thema steckt, privat sehr viel vorsichtiger unterwegs ist mit dem Thema.

00:01:34: Darüber werden wir auch noch sprechen.

00:01:36: Aber wie steht das denn bei dir mit der Ausbildung der nächsten Generation?

00:01:39: Vielleicht können wir damit anfangen.

00:01:40: Also wie blicken deine Studierenden zum Beispiel auf KI?

00:01:43: Ja, Studierenden haben KI schon sehr gut durchdrogen, sagen wir so, ne?

00:01:48: Also die wissen schon halt genau, was sie damit eben machen, ne?

00:01:51: Also für Studierende ist das eher keine Zukunftstechnologie mehr, sondern die ist jetzt hier da, ne?

00:01:57: Also Studierende, wir sehen das als ganz klaren Skillbooster.

00:02:01: Wird jeden Tag genutzt quasi?

00:02:02: Jeden Tag genutzt, ne?

00:02:03: Also die haben als ganz klare Vorstellungen davon, was passieren soll und das ist dann eher so was wie ... Ja, der kreative Türöffner, der Lernmentor, ein twenty-four-seven Campus, wo ich mir endlich Fragen beantworten kann, die mir Leute wie ich nicht beantworten können.

00:02:22: Die Studierenden nutzen das mehr oder weniger als Ideenschmiede als... Tool wo sie Sachen einkippen können und sofort werden ihnen die Fakten präsentiert schön strukturiert.

00:02:36: Das ist natürlich ja der der eine Blickpunkt für die Studierende darauf und ich erlebe es natürlich auch so ein bisschen.

00:02:42: Das Alarmbereitschaft bezüglich der Karriere da ist, weil das ist eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt wird.

00:02:48: Welchen Job kann ich mir jetzt noch machen, der später nicht von der KI weg rationalisiert wird.

00:02:52: Was

00:02:53: antwortest du dann bei der Frage?

00:02:54: Ich glaube nicht, dass die Jobs in der Art wegrationalisiert sind, dass man jetzt auswählen sollte, in welchen Job ich halt jetzt machen sollte, sondern es geht halt eher darum, dass man eine gewisse Bereitschaft mitbringt, dass man sich eben auf die Sachen einlässt und sich für sich selber überlegt, wie kann ich die KI für mich nutzen, damit ich effizienter und besser arbeiten kann?

00:03:15: Weil in jedem Job ist es, glaube ich, so, wenn man die KI als klugen Mitstreiter einsetzt, kann ich ... Den Job machen, den ich liebe, mich auf die schönen, coolen Seiten fokussieren und gleichzeitig die KI im Hintergrund arbeiten lassen und das ganze machen.

00:03:32: Aber dafür muss ich bereit sein und das ist natürlich auch halt.

00:03:35: gerade beim Richtung Karriere und Jobs blickt, ist es halt schon schwierig, weil Leute, die sich da eben abhängen lassen, die dafür keine Bereitschaft haben, da könnte es am Ende des Tages eng werden.

00:03:45: D.h.

00:03:45: seine Studierenden haben da gleichzeitig die sehr positive Einstellung gegenüber KI, weil sie es im Alltag auch schon sehr nutzen, aber sind trotzdem auch noch besorgt, wie es in der Zukunft damit weitergeht, so ein bisschen ambivalent.

00:03:56: Ja, definitiv.

00:03:57: KI ist für meine Studierenden ganz klarer Produktivität und vielleicht auch Lernturbo, wenn man es so möchte.

00:04:04: Also ich kann mir heutzutage ... alles strukturieren lassen, verbessern lassen, was ich haben will.

00:04:09: Bei vielen Arbeiten, die ich aktuell korrigiere, steht auch schon so ein Disclaimer irgendwo drauf.

00:04:14: Ein Text wurde durch KI geglättet.

00:04:16: Ah, okay.

00:04:17: Das ist definitiv da, aber natürlich gibt es auch eben Risiken und die sehen die Studierenden eben auch.

00:04:23: Also die wissen natürlich halt über die Herausforderungen, die da sind.

00:04:25: Die wissen, dass es eben verzehrte Ergebnisse gibt, dass keine vernünftige Quellenarbeit teilweise getrieben wird, dass falsche Information drin stecken, dass Plagiate gemacht werden.

00:04:36: werden, dass eine fehlende Transparenz da ist.

00:04:39: und ich weiß es Studierende immer gerne auch darauf hin, dass man das eben vollstich einsetzen soll, weil das eben auch die Gefahr, die ich für mich im Alltag sehe, die ich für meine Kinder sehe, wenn man nur kopiert.

00:04:52: und keine eigene Orangialität mehr reinbringt.

00:04:55: Wenn man da einfach, ja, das kritische Denken so ein bisschen verliert, dann ist das halt sehr gefährlich fürs Leben meiner Meinung nach.

00:05:02: Und darauf sollte man immer achten, weil das führt dann halt dazu, dass man sein Gehirn relativ wenig aktiviert.

00:05:08: Und das ist im Leben vielleicht nie die beste Idee.

00:05:10: Ja, das ist wohl wahr.

00:05:12: Dein Leben besteht ja dann auch viel aus deinem Arbeitsgebiet, Data Driven Marketing.

00:05:16: Vielleicht für viele erstmal klingt das der wirtschaftlich, betrifft aber ja unseren Alltag doch viel breiter, oder?

00:05:23: Ja, Data Driven Marketing, wenn man sowas vorstellt, das klingt für manche dann immer so einladend wie eine Zahnbehandlung.

00:05:32: Das ist ein ziemlich cooles Themengebiet, weil man zum einen diesen ganzen Buzzwords, die es aktuell gibt, sich beschäftigen darf, wie Big Data, KI, nicht alles, was wir aus der Presse aktuell hören.

00:05:42: Aber man beschäftigt sich auch eben mit all täglichen Dingen, die wir... jederzeit sehen.

00:05:47: zum beispiel warum bieten bei netflix genau dieser film jetzt gerade eben empfohlen?

00:05:52: warum ist der in meiner hero bar drin?

00:05:54: wo kommen diese ganzen sachen her?

00:05:56: warum beim amazon die produkte empfohlen?

00:05:58: welche werbung wird mir geschaltet auf diesen ganzen online bannern?

00:06:01: also mit solchen sachen kann und darf ich mich beschäftigen und das das hat sehr alltägliche züge macht sehr viel spaßen.

00:06:07: ich glaube da kann man auch viel leben werden.

00:06:10: Wo hilft denn KI deiner Meinung nach heute tatsächlich auch vielleicht bessere Entscheidungen zu treffen?

00:06:15: und wo überschätzen wir vielleicht so analytische Fähigkeiten noch?

00:06:20: KI wird von den Leuten teilweise, glaube ich, falsch wahrgenommen, weil im Moment zumindest auch in der Presse.

00:06:26: das, was bei mir ankommt, wird sehr stark draufgehauen.

00:06:29: aufs Thema, muss man ja einfach sagen.

00:06:30: Es

00:06:31: ist auch sehr emotional.

00:06:33: Verstehe ich auch total.

00:06:34: Ich sehe auch sehr viele Schattenseiten bei KI, auf die wir sicherlich auch noch zu sprechen kommen.

00:06:38: Aber es gibt auch wirklich coole Anwendungen, die uns als Menschen wirklich auch in Zukunft wirklich helfen, gerade wenn ich Richtung Thema Krankheitskiller gucke.

00:06:48: Also wir können Millionen Datenpunkte analysieren und Krankheiten besser verstehen, vollständig entschlüsseln, wo auch vielleicht Ärzte nicht so greifbar sind.

00:06:56: In Zukunft kann KI zumindest mal ein erster Ansatzpunkt sein.

00:06:59: Dann auch für meine Kinder sehe ich da immer halt die individuellen Bildungsmöglichkeiten, so was wie Mentor und Tutor, der die Kinder halt dann auch ... Begleiten kann, Sprachbarrieren, Lernschwierigkeiten überwinden kann.

00:07:14: Und dann haben wir natürlich auch solche simple Anwendungen wie Katastrophenschutz, Frühwarnsysteme an.

00:07:20: Wenn wir KI-Daten in Echtzeit auswerten, dann können wir vielleicht Waldbremne, Erdbeben, Flutwarnung, was jetzt durch den Klimawandel noch häufiger auftreten kann, sehr viel schneller auch erkennen.

00:07:32: Dann gibt es natürlich noch diese Bereiche Leben und Wirtschaft.

00:07:35: Also Leben glaube ich, dass wir die KI für uns arbeiten lassen können, wenn wir sie vernünftig lenken können.

00:07:42: Dass die Routinen übernimmt, Organisationen übernimmt, die uns heute viel Zeit kosten, sodass wir mehr Zeit für Menschlichkeit und persönliche Beziehungen haben.

00:07:49: Und in der Wirtschaft denke ich so, die KI ist für mich der neue Strom.

00:07:54: Das, was das früher eben Strom war, als Grundlage ist, kann in Zukunft die KI werden, wenn sie jede Branche durchdrängt, wenn sie Produktivität steigert.

00:08:02: wenn sie eine neue Wertschiffung schafft und die industrielle Produktion einfach auf ein anderes Level heben kann.

00:08:09: Wir haben eben schon einmal kurz die, oder du hast kurz die dunklen Seiten, nennen wir es immer ganz kurz, angesprochen, gibt es auch so Missverständnisse über KI und Daten vielleicht auch, die dir in der Lehre und in der Forschung auch begegnen, also die aus dem Alltag, die begegnen uns ja fast in jedem Artikel, wenn wir irgendwo was in den Zeitungen lesen, aber auch bei dir im Forschungsfeld?

00:08:30: Ja, also das... gibt's natürlich noch einen Nöchern.

00:08:33: Also zum einen die kritische Perspektive, die ich auch selber absolut teile und die ich auch jederzeit sehe, ist, dass ich ein bisschen dieses Bild im Kopf hab.

00:08:42: Wir fahren im Bus in die Zukunft mit KI und die KI drückt auch ordentlich aufs Gas.

00:08:49: Die Bremsen haben

00:08:50: wir abmontiert.

00:08:51: Für mich eher, wir haben im Moment kein Lenkrad.

00:08:55: Das haben wir ja vergessen gerade eben.

00:08:57: Und da müssen wir sehen, dass wir einen Weg finden.

00:09:01: Einheitliche Regel eine Transparenz reinzubekommen und das wird einer der großen Herausforderungen, weil aktuell haben wir so eine gewisse Erosion der Urheberschaft.

00:09:10: Also welche Sachen werden in die KI reingefüttert?

00:09:12: Wir haben eine Machtkonzentration bei den Konzernen Richtung Schlüsseltechnologien und wir haben auch so eine gewisse Entzauberung.

00:09:20: KI steht für künstliche Intelligenz, aber sie ist weder künstlich noch intelligent.

00:09:25: beruht auf Risiken.

00:09:26: Rechenzentren, die viel Energie fressen.

00:09:28: Sie brauchen seltene Rohstoffe als Hardware bei der ganzen Geschichte.

00:09:32: Und natürlich steckt da halt unsichtbare menschliche Arbeit drin, die da reingeht.

00:09:37: Und das ist natürlich halt schon ... relativ schwierig und dementsprechend begegne ich dem halt auch mit sehr viel Vorsicht bei der ganzen Geschichte.

00:09:47: Eine andere Bereich, wo das ebenfalls passiert ist ja dein privater beziehungsweise dein Hobbybereich.

00:09:51: Also wo ich jetzt darauf hinaus will, dass wir haben hier auf unserem Tisch zwei Bücher stehen, die hast du geschrieben, du bist nämlich auch Autor, du hast dich mit KI eben nicht nur wissenschaftlich, sondern auch literarisch auseinandergesetzt und zwar in deinem Roman.

00:10:03: Es geht nämlich um ein KI-Ermittler, Findewa.

00:10:05: Letzter Blick heißt das Buch.

00:10:07: Also... KI-Ermittler, was bedeutet das überhaupt?

00:10:09: Was bedeutet das bei dir im Buch?

00:10:12: Also fairerweise muss ich sagen, dass KI mein Bücher nicht die große Hauptrolle spielt.

00:10:17: Sie ist wichtig, aber sie ist nicht die Hauptrolle.

00:10:20: Sondern im Vordergrund ist ein rätselhafter, wendungsreicher Krimi bei der ganzen Geschichte.

00:10:26: Aber die KI spielt, wie du gerade eben gehört hast, in den Ermittlern mit rein.

00:10:30: Und macht aus ihm meiner Meinung nach ein Ermittler, den man nicht schon tausendmal gelesen hat.

00:10:35: Weil ich sage immer gerne, Ermittler gibt es viele, keiner ist wie ihr.

00:10:39: Denn ich wollte nicht diesen Klischeekorb haben, der so kularisch ist, damit keinem Menschen klarkommt.

00:10:44: Oder

00:10:44: immer mit dem Donut unterwegs ist.

00:10:46: Genau,

00:10:46: der so depressiv ist, weil da gerade jemand verloren hat oder der so hyperintelligent ist, dass er jedes Rätsel sofort löst.

00:10:53: Finn besitzt nämlich eine Fähigkeit.

00:10:55: Und das macht ihn eben anders.

00:10:57: Er kann nämlich mit einem tiefen Blick in die Augen eines Menschen die unmittelbare Zukunft der Person sehen.

00:11:03: Und das beruht eben auf KI, weil die KI berechnet eben diese Vision der nächsten Minuten, der nächsten Stunden dieser Person.

00:11:12: Und mir ist wichtig, ich schreib keine Dystopie, diese KI ist nicht böse, sie manipuliert nicht, sie will nicht Terminator, ähnlich die Menschheit übernehmen, da brauchen wir keine Angst haben, sondern es ist kluger Mitstreiter.

00:11:24: Sie ist aber im Hintergrund, weil sie eben diese Fähigkeit ermöglicht.

00:11:28: Aber wie gesagt, in meinem Büchern ist das kein Superhelden-Trick, sondern das ist, ja ... Nefin kann es nur sehr punktuell einsetzen und das bietet eben den Leserinnen und Leserinnen einfach neue Perspektive.

00:11:39: Andere Erbittlungsansätze, Sachen, die man so noch nicht gelesen hat, kombiniert eben mit einem Ritzelhaften Mordfall, was immer dreinspielte und der Jagd nach einem Serienkiller, der bisher acht Opfer auf grausame Weise ermordet hat und wo aktuell jede Spur fehlt.

00:11:55: Und da kommen jetzt spannende neue Fälle.

00:11:58: Im ersten Buch geht es zum Beispiel darum, dass ein neues Opfer eben auftaucht.

00:12:03: eine Frau, eine Mutter, die ermordet wurde und zusätzlich dazu, dass vieles auf den Serienkehler hindeutet, hat ihr sechzehnjähriger Sohn das Ganze nämlich gesehen.

00:12:14: Er war Zeug der Tat.

00:12:15: Und da denkt man sich, okay, endlich eine Spur.

00:12:18: Und das Kurios an der Geschichte ist, der Junge schweigt.

00:12:21: Und da weiß man natürlich nicht, warum ist das so.

00:12:23: Außerdem hat der Serienkehler sein Ritual nicht verendet.

00:12:26: Und da kommen natürlich jetzt viele Fragezeichen.

00:12:28: Da war es wirklich der Serienkehler, warum schweigt der Junge?

00:12:31: und wird sich tauchend immer mehr Verdächtige auf einen Badboy-Ex-Freund, der viel Geld ausgegeben hat, ein Ex-Mann mit hohen Schulden, der eine Lebensversicherung auf die Dame hat.

00:12:39: Ja, und das Ganze wird eben spannend.

00:12:42: und da setzt Finn eben seine Fähigkeit als KI ermittelt.

00:12:45: Wie nah würdest du sagen, ist diese Fähigkeit an der Realität?

00:12:49: Könnte das irgendwas sein, was irgendwie technisch denkbar wäre?

00:12:54: Oder sagst du, nee, das ist ganz klar irgendwie doch schon noch Science-Fiction?

00:12:57: Also erst mal muss man ganz klar sagen, KI-Implantate im Kopf, sind aktuell keine Science-Hatchen mehr.

00:13:02: Das gibt es schon.

00:13:03: Die werden auch in ersten medizinischen Anwendungen, vor allem in den USA, getestet.

00:13:09: Da gibt es vielversprechende Beispiele bei US-Unternehmen, die sich dann so ein Gehirn-Computer-Interface, was aktuell eher dazu da ist, Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen zu helfen, bezüglich Sprache, Sehen, etc.

00:13:27: Also in diese Richtung sind wir unterwegs.

00:13:29: Das, was ich hier konstruiere, gerade auch da es eher Visionen der Zukunft baut, ist natürlich ein Zukunftsszenario, was eher so nicht eintreten wird.

00:13:39: Also da leg ich den Fokus schon ganz klar auf den Krimi und eine schöne Dynamik, die da eben entsteht.

00:13:47: Aber ist es schon eine optimistische Version, KI, mit Blick zumindest auf KI?

00:13:51: Ja, das ... War mir einfach wichtig.

00:13:54: Dystopie ist nicht mein Ding.

00:13:56: Ich möchte die coolen Seiten zeigen.

00:13:59: Ich möchte zeigen, was möglich ist.

00:14:01: Finn hat da eine Fähigkeit, die einfach mal andere Ansätze bietet.

00:14:06: Die außergewöhnliche Charaktere schaffen wir.

00:14:08: Da wird noch eine kleine Welt hinterstecken, die man entdecken kann, die den Leserin mal und was Neues präsentiert.

00:14:14: Wer KI-Skeptiker ist, braucht's dir keine Sorgen machen, denn die ist eher im Hintergrund, ja, sobald man ... da einen außergewöhnlichen Erwittler mal erleben möchte, das ist mal über den Büchern richtig.

00:14:24: Mit KI-Skeptikerinnen und Skeptikern bist du ja auch konfrontiert worden, als du mit dem Buch dann zum Beispiel auf Lesungen unterwegs warst.

00:14:30: Also mit einer ganz anderen Seite, du hast über KI geschrieben, aber eine Frage, die dann irgendwie häufig dann zurückkam, hast du das mit KI geschrieben, oder?

00:14:40: Ja, genau.

00:14:40: Und das ist natürlich halt auch wirklich schwer, weil das tut einem selber auch wirklich weh.

00:14:47: Weil wenn man jetzt irgendwie selber schreibt und weiß wie viel Zeit, Leidenschaft, Mühe, Stunden man da reingesteckt hat, so ein Buch herzustellen, dann tut es natürlich weh, wenn die Leute darüber nachdenken, dass man das selber mit KI geschrieben hat.

00:15:06: Da hoffe ich, dass ich mir immer noch eingefallen, damit geht Hanab einen KI-Ermittler zu entwickeln, weil es geht natürlich darum, dass die KI in der Entwicklung dieser Fähigkeit von Finn steckt, nicht in der Erstellung des Buches.

00:15:17: Und da haben wir mit dem Verlag auch lange darüber diskutiert, weil auf dem ersten Buch klippend Sticker drauf, da steht die Zukunft im Kopf der erste Fall des KI-Ermittlers.

00:15:28: Und wir hatten vorher noch andere Visionen, zum Beispiel sowas wie der erste KI-Krimi.

00:15:35: oder Krimi trifft KI.

00:15:37: Das

00:15:37: würde zuerst direkt den Gedanken aufmachen, okay, mit KI geschrieben und nicht,

00:15:41: es geht um KI.

00:15:42: Und das haben wir jetzt dann auch versucht, damit irgendwie zu verhindern, ob es geklappt hat.

00:15:47: Weiß ich nicht, da ich das auf Lesungen so häufig die Frage gestellt bekommen, kann das natürlich immer sein.

00:15:52: Und da grenz ich mich eben komplett ab.

00:15:54: In der kompletten Kreativitätsbranche hat KI für mich im Moment zumindest erstmal auch nichts zu suchen, dass das Gute ist beim Komplex.

00:16:03: In den letzten Schreiben gibt's noch eine Grenze.

00:16:05: Weil, ja, da funktioniert KI noch wie ein schlechter Läufer bei Marathon.

00:16:11: Die KI hat irgendwie ein cooles Sport-Outfit.

00:16:14: Sie dehnt sich brutal stark am Anfang und sprintet direkt los, aber kann halt eben nicht durchhalten.

00:16:20: Echte Figurenzeichnen auch, innere Logik zu haben, Ambivalenzen, diese Muster durchzusetzen, dass so ein komplexes Buch könnte, die KI gar nicht schreiben.

00:16:29: Warum glaubst du, reagieren Menschen so emotional vielleicht auch ... oder so sensibel auf KI im Bereich Kreativität oder auch jetzt in der Literatur?

00:16:38: Ja, im Literarischen ist es natürlich so, dass es eben auch ja sehr stark eben darauf ankommt, dass das Schreiben oder auch halt die die komplette Produktion von Inhalten sehr stark auch mit Identität verbunden ist, mit Vertrauen verbunden ist.

00:16:59: Weiß ja eigentlich bisher, dass hinter so einem Buch, hinter so einem Film, hinter so einem Text, hinter so einem Podcast, da steckt ein Mensch dahinter, der es produziert, der Leidenschaft Mühe und Zeit reininvestiert.

00:17:11: Und wenn ich jetzt... Als Entverbauer plötzlich das Gefühl bekomme, okay, ich werde überschwemmt von einer Menge an einen Büchernfilm-Podcast.

00:17:21: Und da kommen auf einmal generische Ausdrücke, generische Stimmen, Videos, die irgendwie nicht passen.

00:17:26: Da steckt kein Mensch mehr dahinter.

00:17:27: Dann weiß ich auch nicht mehr, was echt ist, was auf Erfahrung beruht, was echte Erlebnisse sind.

00:17:33: Zeit und Mühe reingesteckt ist.

00:17:35: Und ich weiß nicht, ob dann die Sachen auch nicht einfach für den Endverbrauch einfach wenig wert haben, wenn man komplett einfach mit Content geflutet wird, das Vertrauen bröckelt und einfach schnelle billige Imitationen teilweise auch auf dem Markt kommen.

00:17:50: Das sagt ja auch viel, finde ich, aus über unser Verständnis eben von Kunst, von Originalität, was wir eben als kulturelles Verständnisleben gegenüber haben.

00:17:59: Ja, auf jeden Fall.

00:18:01: Es steckt ja halt sehr viel Identität einfach drin.

00:18:03: Also mein Stil, meine Stimme, meine Perspektive, das sind alles sehr persönliche Dinge.

00:18:09: Wenn die KI da jetzt anfängt, das Ganze zu kopieren, zu verwischen teilweise auch, dann fühlt sie das Ganze so ein bisschen wie in Eignung an, nicht wie technischer Fortschritt.

00:18:19: Und das ist halt eben einfach schade.

00:18:22: Ich glaub, Kultur generell lebt auch einfach vom Vertrauen.

00:18:25: Also Leser, Hörer, Zuschauer wollen wissen, wer hinter einem Werk steht.

00:18:30: Und wenn die KI das Ganze eben unsichtbar macht oder ich einfach einen Variantenüberpfluss habe, dann geht zumindest halt dieses Vertrauen verloren.

00:18:39: Und dann weiß ich auch nicht, ob diese die ganzen Sachen so gewollt sind.

00:18:43: Wie fein ist da diese Linie, würdest du sagen, auch bei dir?

00:18:45: Also auch vielleicht bei den Studierenden, die viel jetzt auch nutzen, wenn sie für die Studien arbeiten.

00:18:52: Wo ist es sinnvoll?

00:18:53: Wo kann das sinnvoll unterstützen?

00:18:54: Wo wird es problematisch?

00:18:58: In der Kreativitätsszene, sage ich, im Moment brauchen wir da gerade, wenn man wirklich auch was produziert, eigentlich keine KI, weil das muss meiner Meinung nach einfach nicht sein.

00:19:10: Weil dafür haben wir so viele tolle, hervorragende Autoren.

00:19:16: Hosts, Moderatoren, Journalisten da draußen, die eine tolle Arbeit machen.

00:19:20: Da sehe ich jetzt nicht, warum KI da drin ist.

00:19:24: Da grenz ich mich eher auf Knallhard ab.

00:19:26: Ich glaube, dass es in anderen Bereichen KI gefragt sein wird.

00:19:30: Da blicke ich eher Richtung Effizienzsteigerung, Produktionssteigerung.

00:19:35: Alles, was Richtung Kreativität auf Knopfdruck geht, ist jetzt kein Bereich.

00:19:40: wo ich irgendwie hin will.

00:19:41: Weil es gibt ja auch schon erste Sachen, die mit KI produziert werden.

00:19:45: Gerade in diesem Kinderbuchbereich.

00:19:47: Sowohl bei Text als auch Illustrationen, als auch bei Reiseführern, Ratgebern, Kochbüchern, all das kann natürlich mit KI schon, sagen wir mal, schneller eher generiert werden.

00:19:59: Und das kann ja auch vieles kaputt machen für Menschen, die da jahrelang sich in der Branche etabliert haben, die da auch ihren Lebensunterhalt mit verdienen, die der Familie ernähren.

00:20:08: Das wäre einfach schade, wenn die den Hals durch so eine Masse an generischen Inhalten dann überschwemmt werden.

00:20:15: Für dich zumindest brauche ich.

00:20:16: Ja, wir hatten ganz am Anfang, hat das so ja gesagt, wie man das vielleicht implementieren kann in das, was man gerade tut.

00:20:23: So siehst du da etwas, wo KI in einem kreativen Bereich, z.B.

00:20:29: was eben schon Bilder, Texte, Elektorat vielleicht ja auch mit angesprochen, wo das irgendwie mit rein ... könnte.

00:20:35: oder sagst du, nee, da ist eine ganz klare Grenze.

00:20:37: Für dich geht das da überhaupt nicht rein.

00:20:40: Also aus meiner Perspektive war das in dem Bereich eher nichts zu suchen.

00:20:45: So klar muss ich jetzt auch sagen, natürlich könnte ich mir jetzt ein paar Sachen ausdenken, wie man im Hintergrund irgendwelche Prozesse optimiert, aber dann sind wir glaube ich nicht mehr in der Kreativitätsbranche, weil das ist die Buchhaltung

00:20:54: vielleicht.

00:20:55: Ja genau, da könnte das gilt, wie für jeden wird das betriebene.

00:20:58: Natürlich kann ich meine Prozesse optimieren und alles, was zum Beispiel auch kreative Menschen sich mehr auf diese Kreativität, auf die Produktion konzentrieren lässt.

00:21:07: ist dann irgendwie ganz gut.

00:21:09: Und wenn die Leute sich dann ihrer E-Mails vorschreiben lassen, was ich zumindest auch versuch, deutlich zu vermeiden, dann ist das für mich okay.

00:21:16: Das können die alles machen, wenn dadurch das Ganze schneller geht und Autoren mehr Zeit haben, ihrer Bücher zu schreiben, das finde ich ja schön.

00:21:25: Einmal, dann sehe ich jetzt nicht, dass das unbedingt da rein muss.

00:21:27: Ja, absolut.

00:21:29: Du hast vorhin schon auch gesagt, gerade wenn du an deine Kinder denkst, dass du da, wenn die KI so präsent ist, dass es Vorteile haben kann, ins Two-Tor-Mentor, aber gleichzeitig auch irgendwie so die, so Sorgen, so in Bezug auf Kreativität, Lernen, Eigenständigkeit vielleicht auch, weil man vielleicht nicht mehr das kritische Denken, das kreative Denken.

00:21:49: Woran denkst du da, wenn du da nie in Zukunft denkst, was überwiegt?

00:21:53: Ja, also ... Bezüglich meiner eigenen Kinder bin ich natürlich halt eher noch ein bisschen skeptisch, weil ich bin natürlich auch ohne KI aufgewachsen und glaube, dass man gewisse Sachen im Leben einfach erleben, durchleben muss.

00:22:10: Also auch gerade so was wie Kreativitätsblockaden, Frustration, wirklich sich auch die Hände dreckig machen beim Lernen.

00:22:18: Das sind Prozesse, durch die man durchgehen muss.

00:22:21: Und die KI bietet natürlich aktuell die Verlockung, dass es an vielen Stellen eine Abkürzung geben kann.

00:22:27: Und wenn man davon zu viele Abkürzungen nimmt, ist das für mich immer, ich beschreibe das immer gerne mit meinem Google Maps Moment, weil da habe ich den Absprung verpasst.

00:22:37: Ich bin früher selber noch mit meinem alten Renault Clio rumgefahren.

00:22:40: Auf dem Beifahrsitz lagen die Zettel und ich musste immer anhalten, wenn ich an der nächsten Kreuzung wissen musste, wo ich eigentlich hinfahren sollte in anderen Städten.

00:22:48: So und das gibt es natürlich jetzt nicht mehr.

00:22:49: Also ich fahre nun nach Google Maps, aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich mich im Nachbarort aussetzen kann und ich finde ich nach Hause.

00:22:55: Weil ich so stark einen Bezug einfach zu dieser App der Anwendung habe, dass ich so ein bisschen verlernt habe, mich auf die eigene Institution auf das Fahrtgefühl, auf die Umgebung zu konzentrieren.

00:23:06: Und das möchte ich bei KI einfach nicht haben.

00:23:08: Deswegen nutze ich das im privaten Umfeld möglichst gar nicht.

00:23:13: Und versuche mir da auch, mein eigenes Denkvermögen größtenteils zu erhalten.

00:23:17: Und das versuche ich auch eben, Kindern weiterzugeben, auch den Studierenden zu sagen, immer noch lieber mal Sachen selbst machen.

00:23:23: Es gibt immer Punkte, wo man die KI sehrlich später einsetzen kann.

00:23:27: Aber man sollte nicht zu viel ersetzen, weil dann ... Man rostet so ein bisschen ein und das System dann wieder hochzufahren, dass man auf einmal dann selber halt kreativ sein muss, wenn es hart auf hart kommt.

00:23:38: Das wird dann auch schürz.

00:23:39: Ja, es ist, glaube ich, auch nicht nur diese Fähigkeit einmal.

00:23:45: Diese Fähigkeiten, die potenziell verloren gehen.

00:23:47: gleichzeitig, müssen wir uns auch irgendwie Neue aneignen.

00:23:50: Also wenn der KI Texte schreibt, Stimmen imitieren könnte, Bilder erzeugen kann, dann brauchen wir irgendwie neue Fähigkeiten, um das zu erkennen.

00:23:58: Also vielleicht eine neue Quellenkritik auf einem neuen Niveau oder... vielleicht eine neue, eine andere Art von Skepsis.

00:24:05: Also glaubst du, dass eigentlich gehen uns gerade Fähigkeiten verloren und wir verpassen das neue zu lernen gleichzeitig?

00:24:12: Ich glaube, dass wir uns darauf einstellen müssen, dass wir eine andere Rolle einnehmen durch die KI.

00:24:19: Weil ich glaube nicht, dass KI auch in nächster Zeit vieles von den Dingen ersetzen wird, vor denen wir Angst haben, gerade auch wenn wir gerade über die Kreativbranche geredet haben, sondern... In vielen Stellen wird die KI eben den Job nicht weg gratulisieren, sondern der Job wird sich verändern.

00:24:34: Wo wir jetzt vielleicht noch Content produziert haben, wo wir halt jede einzelne Zeile geschrieben haben, werden wir jetzt vielleicht in die Rolle sowas wie so ein Creative Director.

00:24:43: Also jemand, der halt eben den Menschenaspekt der Entfassung reinbringt.

00:24:48: Das wird in der Wirtschaft glaube ich halt sehr stark kommen, dass wir da ... Hinkommen werden.

00:24:53: Also der Mensch wird dann halt nicht mehr der sein, der halt jeden kleinen einzelnen Schritt halt selber produzieren muss, was vor und nach danach.

00:25:01: Der Mensch wird aber als eben in der Intervision, also im kreativen Denken, im Schlüsse ziehen, im Bewerten.

00:25:08: vor allem auch von diesen Dingen werden wir uns umstellen müssen und da werden auch die Skills der Zukunft.

00:25:14: liegen.

00:25:14: Wir haben ja, als jeder kennt, die Thematik über was sind Fake News, wie werden wir aktuell manipuliert und das wird ja nochmal durch solche Geschichten wie Deep Fakes im Video falsche Stimmen draufgesetzt.

00:25:28: All das, was wir jetzt im Moment defekter als vor allem aus Social Media angeschwemmt bekommen, da wird es nochmal wichtiger sein, auch für unsere Kinder, aber auch für jeden selbst, das unterscheiden zu können.

00:25:39: Was ist wahr?

00:25:40: Was ist falsch?

00:25:41: Was ist... Nein, eine korrekte Sichtweise.

00:25:44: Wo gibt es bei?

00:25:46: Wo sind Stereotypen drin?

00:25:47: Wo werden völlig falsche Informationen verkauft?

00:25:50: Und wie kann ich vor allem die Inhalte, die ich generieren will, so aufbereiten, dass wir noch wirklich am Ende stimmen?

00:25:59: Und weil du es gerade angesprochen hast, mit den Quellen auch da werden wir Schritte machen müssen und die werden aber eher von weit oben uns vorgegeben sein müssen.

00:26:09: Die EU hat ja schon mit dem AI-Aktion ein bisschen vorgelegt, aber wir brauchen andere Transparenzpflichten für diese für diese günstige Intelligenzprodukte, dass man auch wirklich eben angibt, was wurden künstliche Intelligenz erstellt, damit also eine gewisse Transparenz auch einfach drin ist.

00:26:24: Und wenn du grade sagst, wir fahren ja eigentlich schon im Bus und sind unterwegs ohne irgendeinen Lenkrad, wir müssten da ziemlich schnell eigentlich mal langsam reagieren, was das angeht, oder?

00:26:33: Also, wenn ich mir vorstelle, die gerade ist noch eine Technologie da, die wir so ein bisschen einfangen können, aber irgendwann wird es vielleicht nicht mehr so gut.

00:26:43: und so einfach funktionieren.

00:26:44: Also das Vertrauen dann da wieder herzustellen, würdest du sagen, sind wir gut vorbereitet aktuell?

00:26:48: Also laufen wir, sind wir vorbereitet?

00:26:52: Könnten wir besser sein?

00:26:53: Wie schnell müssen wir sein?

00:26:55: Ja, also der Podcast heißt übermorgen, dann brauchen wir nicht reagieren.

00:26:58: Eigentlich wäre die richtige Antwort vorgestern hätten wir reagieren müssen.

00:27:03: Dann, um es darauf zu beziehen, nein, also es fehlt im Moment an allen Ecken und Enden an Transparenz und Regeln.

00:27:10: Wir sind unglaublich langsam im Moment dahinter herzukommen, weil wir an vielen Stellen vielleicht auch überrascht wurden von Dynamik, die sich dabei entwickelt hat.

00:27:18: Aber da müssen wir jetzt schnell nachziehen und es muss halt einheitliche Regeln geben, weil sonst wird das Ganze von.

00:27:24: größeren Konzernen auch ausgenutzt und konzentriert sich macht so sehr.

00:27:28: Das ist nie gut für uns.

00:27:29: Ich glaube nicht, dass wir jetzt in diese düsteren Szenarien abdriften, dass das die KI außer Kontrolle gerät und uns auf einmal irgendwie manipuliert.

00:27:38: Und ich habe auch in den letzten Wochen immer wieder Berichte gesehen, dass es halt nachher zwei KI-Supermächte mit China und den USA gibt, die sich halt grundsätzlich bekriegen, damit eine von den beiden KI's, die entwickelt werden, gewinnen und uns in eine düsterer Welt schießen.

00:27:53: Siehst

00:27:54: uns nicht.

00:27:55: Also das halte ich, da sind wir glaube ich clever genug die Abzweigen zu nehmen, aber wir müssen sie jetzt auch nehmen.

00:28:02: Also wir müssen halt uns schon auch überlegen, wo können wir KI steuern?

00:28:06: Wie können wir sie eben lenken?

00:28:08: Das sind wir beim Lenkrad im Bus.

00:28:10: Das müssen wir jetzt unbedingt anschrauben, damit wir wissen, wo wir die KI wirklich für uns arbeiten lassen.

00:28:15: Effektivität, Produktivität eben steigern können, wo wir aber auch klar Grenzen sitzen und sagen, bis hier und nicht weiter.

00:28:21: Also das darf mit unseren Fotos... Videos, Textnachrichten nicht gemacht werden.

00:28:25: Diese Inhalte dürfen nicht genutzt werden zum Training.

00:28:28: Das und das darf die KI nicht machen.

00:28:30: Das müssen wir glaube ich schon klar reinbringen.

00:28:33: Wenn diese Parameter da sind, sagst du würdest du dann auch surfen auf so eine KI-Hoffnungswelle.

00:28:39: Ich sehe halt unglaublich viele schöne Sachen, die mit KI gemacht werden können.

00:28:43: Also das ist jetzt absolut nicht so, dass ich da nur die negativen Seiten sehe.

00:28:48: Wir haben ja

00:28:48: schon viel Positives

00:28:50: gemacht.

00:28:50: Genau, deswegen haben wir ja schon viele Sachen gemacht.

00:28:54: Aber wenn ich mir jetzt einfach überlege, irgendwann wird die Robotik auch weitergehen und wenn ich jetzt die Robotik und KI kombiniere und die beiden Sachen zusammen irgendwelche gefährlichen Arbeiten machen können.

00:29:05: in Minen, in Katastrophenschutzgebieten, in der Tiefsee und dadurch Menschenleben gerettet werden.

00:29:10: Super, also die Geschichte.

00:29:12: Da könnte ich mich irgendwie den ganzen Tag darüber freuen, wenn es da eben vorangeht.

00:29:16: Also da gibt es halt diverse Punkte, wo halt eben auch eine große Hoffnungswelle ist.

00:29:20: Weil ich glaube, wenn wir KI richtig einsetzen, kann das das Cooles werden.

00:29:25: Also ein Werkzeug, das merklichen stärker macht, durch die ganzen Sachen, die wir schon gemacht haben.

00:29:30: Und da macht mir halt nicht irgendwie eine magische Super-KI-Hoffnung bei der ganzen Geschichte, sondern dass wir als Gesellschaft Regeln, Transparenz, Fairness reinbringen und die KI uns wirklich jedem einzelnen Menschen im Alltag dient.

00:29:43: Und wir am Ende mehr Zeit für das übrig haben, was uns eben menschlich macht, nämlich echte Begegnungen, Kreativität, Fürsorge, Mut, dass wir uns da mehr ausleben können, weil die KI uns vielleicht als Werkzeug im Hintergrund als verstärker Sachen abgenommen hat.

00:29:56: Ja,

00:29:57: weil sie auch eben genau dieses persönliche dann eben nicht in ihr setzen könnte.

00:30:01: Definitiv.

00:30:02: Das wird sie Gott sei Dank nie schaffen, auch wenn die Modelle trainiert werden, dass die Leute die KI sehr freundlich zu einem ist oder einen anmeckert oder was auch immer.

00:30:12: Aber all das.

00:30:14: Das zeigt ja, dass wir was Menschliches dabei haben wollen.

00:30:17: Wir wollen eine menschliche Reaktion als immer nur das Ja und Ja und immer alles positiv.

00:30:23: Und wir bauen ihr ja dann mit Robotik auch immer noch ein menschliches Gesicht.

00:30:26: Wir wollen ja immer diesen menschlichen Aspekt haben.

00:30:29: Ja, viel schlimmer sind ja die ganzen Geschichten hier.

00:30:32: Virtuelle Influencer, virtuelle Nachrichtensprecher, also da betreue ich jetzt gerade relativ viele Bachelor-Masterarbeiten, weil die Studierende sich natürlich dafür interessieren.

00:30:41: Das ist natürlich ein spannendes Thema, wo die Quintessenz gerade im Moment ist, also dass sie bei Weitem noch nicht auf Niveau sind, dass man es nicht unterscheiden könnte.

00:30:50: Also die sind immer noch klar erkennbar und die Menschen haben dann auch weniger Vertrauen drin.

00:30:54: Trotzdem gibt es schon viele, die halt da aktiv sind.

00:30:59: Wenn es nur Bilder sind und noch keine Bewegbilder, kann man sich da schon sehr stark vertun bei der ganzen Geschichte.

00:31:04: Aber ja, es ist schon, die Welt kann gruselig sein, aber ich sehe da eher die Hoffnung, dass man aus KI irgendwelche kühlecoolen Sachen bauen kann, die uns auch wirklich weiterbringen.

00:31:15: Wir sind vorhin mit deinen Studenten eingestehen, vielleicht können wir mit denen auch wieder rausgehen.

00:31:18: Wenn du ihnen jetzt vielleicht so ein Gedanken mitgeben würdest, wie man nach KI begegnet oder generell künstliche Intelligenz würdest du dann sagen, Angst, Euphorie, beides oder was ganz anderes?

00:31:32: Also, ich glaube, man muss mit einer gewissen Sorgsamkeit damit umgehen, dass man KI für sich selber nicht als Abkürzung definiert, sondern Frust langeweile durchhalten, immer wieder auch eine Chance gibt im Leben.

00:31:46: Dass man vor allem keine Abhängigkeiten entstehen lässt.

00:31:49: Das ist das, was ich mitgeben würde, was halt eben kritisch ist.

00:31:54: Aber gleichzeitig würde ich auch immer ... mitgeben, dass man sich auf gewisse Dinge einlassen soll, damit Bildung menschlicher wird, damit man studierende individuelle Erklärung bekommt, damit Sprachbarrieren überwunden werden, dass sie als Verstärker eingesetzt wird.

00:32:08: Und ja, man soll, glaube ich, neugierig bleiben.

00:32:11: Man sollte halt auch am Ende ein bisschen Raum schaffen, damit die KI sich da halt im gesteuerten Maße entfalten kann.

00:32:18: Dann sind da, glaube ich, coole Sachen drin.

00:32:20: Ja,

00:32:20: das ist ein sehr schönes Schlusswort.

00:32:22: Wäre es fast, weil ich habe noch eine letzte Frage.

00:32:25: Und zwar stelle ich nämlich am Ende jedes Podcast immer die gleiche Frage.

00:32:28: Ein Zitat, was ich dir ganz zur Hälfte in den Mund legen wollen würde.

00:32:31: Ein.

00:32:31: Ich freue mich auf morgen, weil.

00:32:33: Wie es danach weitergeht, dass es liegt völlig bei dir.

00:32:36: Ich freue mich auf morgen, weil Technik uns Zeit zurückgeben kann für gute Gespräche, für Kreativität, Neugier.

00:32:43: Ein Leben, das nicht nur effizient ist, sondern sich auch gut anfühlt.

00:32:47: Und wenn KI den Stress unternehmt, übernimmt, bleibt vielleicht wieder Raum vor was, das uns Menschen gemacht, nämlich Begegnungen, Gedanken und gute Bücher.

00:32:56: Das ist ein sehr schönes Schlusswort.

00:32:57: Ich danke dir.

00:32:58: Danke für das schöne Gespräch und eher für die Einblicke in deiner Arbeit, sowohl wissenschaftlich als auch kreativ.

00:33:05: Schön, dass du bei Übermorgen dabei warst.

00:33:06: Danke schön.

00:33:07: Hab mich gefreut.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.