Wir testen: Lohnt sich ein selbstgebauter Stromspeicher?

Shownotes

Was wäre, wenn man genau dann Strom tankt, wenn er billig ist und nutzt, wenn er teuer wird? Genau das hat sich unser heutiger Gast gefragt – und sich kurzerhand selbst eine clevere Speicherlösung gebaut. Außerdem checken wir in den Rubriken, welche Hersteller wir euch empfehlen, wie unser Stromnetz in Zukunft aussehen könnte und welches Favoriten-Set-Up bei unseren Experten ganz weit vorne ist.

Egal, ob du ein Technik-Enthusiast, ein Neuling in der Welt der Technologie oder einfach neugierig auf die Zukunft und Innovationen bist, diese Folge bietet dir spannende Informationen und Einblicke in die Welt von überMORGEN.

Ressourcen und Links:

https://www.inside-digital.de/tests/kampf-der-dunkelflaute-stromspeicher-im-praxistest-bei-dynamischen-stromtarifen

https://solar.htw-berlin.de/rechner/

https://www.inside-digital.de/news/fuer-pv-anlagen-besitzer-so-gross-sollte-der-stromspeicher-sein

Unsere Podcast-Nachbarn CasaCasi:

https://www.casacasi.de

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Disclaimer:

Die in dieser Episode geäußerten Meinungen sind die der Hosts und Gäste und spiegeln nicht unbedingt die Meinungen von inside digital wider.

Produktion:

Mit freundlicher Unterstützung von TON.EINS. https://toneins.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Was ich auf jeden Fall empfehlen würde, ist, boy, zu gucken, wo verbrauche ich überhaupt

00:00:05: meinen Strom?

00:00:06: Und das ist was, was ich durch diesen dynamischen Stromtarif gelernt habe, durch diesen lesenkopfdichte

00:00:11: drauf habe.

00:00:12: Über morgen.

00:00:14: Dein Podcast von INSIDE DIGITAL.

00:00:19: Strompreise schwanken.

00:00:26: Mal ist Energie günstig, mal teuer.

00:00:29: Was wäre, wenn man genau dann Strom tankt, wenn er billig ist und ihn nutzt, wenn er

00:00:33: teurer wird?

00:00:34: Genau das hat sich unser heutiger Gast gefragt und sich kurzerhand selbst eine clevere Speicherlösung

00:00:38: gebaut.

00:00:39: Klingt noch Zukunftsmusik.

00:00:40: In anderen Ländern gibt es solche Systeme längst.

00:00:43: Hierzulande sind sie noch eine Seltenheit.

00:00:45: Aber wie genau funktioniert das?

00:00:47: Was braucht man dafür?

00:00:48: Und warum könnte ein solches System das Stromnetz für alle stabiler machen?

00:00:52: Darum geht es heute.

00:00:54: Außerdem checken wir in den Rubriken, welche Hersteller wir euch für eure Wohnungen empfehlen,

00:00:59: wie unser Stromnetz in Zukunft aussehen könnte und welches Favoriten-Setup bei unseren

00:01:04: Experten ganz weit vorne ist.

00:01:05: Das ist übermorgen.

00:01:07: Ich bin Johanna, schön, dass ihr zuhört.

00:01:09: Heute sind wir in Berlin zu Gast.

00:01:14: In der Wohnung von unserem Insight digitalen Netzexperten von Thorsten Neu-Hetzke.

00:01:18: Hallo Thorsten.

00:01:19: Hallo Johanna.

00:01:20: Du zeigst uns dein DIY Stromspeicherprojekt.

00:01:23: Also die Idee, ich versuche es mal zu erklären.

00:01:25: Ein Pufferspeicher, der überschüssige Energie dann aufnimmt, wenn das Netz sie günstig

00:01:30: hergibt und dann abgibt, wenn Strom teuer oder knapp ist.

00:01:33: So kann er zum Beispiel Lastspitzen im Netz ausgleichen und ganz nebenbei wird deine eigene

00:01:38: Stromrechnung auch noch optimiert.

00:01:39: Hab ich das richtig erklärt?

00:01:40: Das hast du richtig erklärt und als Hintergrund müsste man vielleicht sagen, dass ich einen

00:01:46: dynamischen Stromtarif habe, sprich enorme Stromschwankungen.

00:01:50: Es kann sehr günstig sein, es kann sehr teuer sein.

00:01:53: Also könnte man eigentlich sagen, dein System ist so vorausschauend, dass fahren nur halt

00:01:59: fürs Stromnetz.

00:02:00: Im Prinzip ja, weil ich ja zum einen den Strom günstig einspeichere, wenn er eben günstig

00:02:06: ist und zum anderen vermeide ihn zu verbrauchen, wenn er teuer ist.

00:02:10: Wie funktioniert dein Speicher?

00:02:12: Kannst du uns mal den Aufbau erklären, nimm uns mal mit in den Chaoskeller?

00:02:16: Da steht einfach ein Riesensstromspeicher rum.

00:02:19: Was heißt das Riesensstromspeicher?

00:02:20: Der ist vor allem schwer.

00:02:21: 45 Kilo wiegt dieses Trum.

00:02:23: Was macht der?

00:02:24: Der hat im Prinzip zwei Kabel dran.

00:02:26: Aus dem einen Kabel kommt der Strom aus dem ganz normalen öffentlichen Stromnetz, idealer

00:02:33: weiß dann, wenn er günstig ist und lebt diesen Speicher voll.

00:02:37: Dieser Speicher hat, oh das mich lügen, drei oder vier Kilowattstunden kapaziert.

00:02:40: Steht dann darum, wartet der Dinge, die da kommen und zum Beispiel jetzt gerade, wo wir

00:02:46: aufnehmen, würde der Strompreis um die 42 Cent liegen bei meinem Anbieter.

00:02:51: Heute Mittag lag aber 31 Cent.

00:02:54: Jetzt gerade ist die teuerste Stromstunde des Tages.

00:02:58: Also im Idealfall läuft dieser Laptop, mit dem wir jetzt gerade sprechen und das Licht,

00:03:03: was du hier siehst und so weiter, kommt jetzt gerade alles des Strom aus dem Speicher.

00:03:06: Wie steuert wird das Ganze, wann es einspeichern soll, wann es ausspeichern soll über Smart

00:03:12: Home, über Home Assistant, wo halt verschiedene Routinen hinterlegt sind, wann der Strom

00:03:17: günstig ist, welche Steckdose dann im Keller aktiviert werden soll, damit eingespeichert

00:03:22: wird und umgekehrt, wann der Strom teuer ist und wann er ausspeichern soll.

00:03:27: Hm, vielleicht noch mal so als kurze Einkaufsliste.

00:03:29: Welche Komponenten brauchst du?

00:03:31: Also zum einen macht das Ganze nur sinnrealistischerweise, wenn du einen dynamischen Stromtarif hast,

00:03:37: sonst brauchst du die Arbeit nicht machen, dann kannst du es aus ökologischen Gesichtspunkten

00:03:41: machen, weil wann ist Strom günstig, wenn es viel Ökostrom gibt, sprich viel Solar,

00:03:45: viel Wind, dann ist natürlich die CO2-Bilanz auch entsprechend gut und alles schickey.

00:03:50: Wann ist Strom teuer, wenn er aus Kohle, wenn er aus Gas, wenn er was aus ich was kommt,

00:03:55: wenn wenig Strom vorhanden ist.

00:03:56: So, du brauchst den dynamischen Stromtarif, du brauchst ein Lesekopf auf deinem digitalen

00:04:04: Strommesting oder ein Smart Meter, du brauchst diesen Speicher, das ist finanziell in der

00:04:10: Tat der größte Punkt und to be fair enough, ich hätte mir das Ding wahrscheinlich nicht

00:04:15: gekauft, wenn wir es nicht im Testequipment unsere Firma hätten, weil wir reden da schon

00:04:20: über ein, ja, 2, 3000 Euro je nachdem, also das musst du erstmal wieder reden.

00:04:26: Du brauchst den Wechselrichter, der den Strom aus dem Speicher wieder ins Hausnetz am

00:04:33: Ende übergibt und du brauchst halt die Smart Home Steuerung, den Home Assistant.

00:04:38: Das ist wiederum inhaltlich die größte Herausforderung.

00:04:41: Wann lohnt sich das, wie viel Strom kannst du denn gerade speichern, wie lange kommt ihr

00:04:46: damit aus?

00:04:47: Das sieht eigentlich ganz gut aus, weil du nicht jederzeit den Strom ausspeicherst,

00:04:53: sobald du ein paar sein Teurer hast, als du ihn eingekauft hast.

00:04:55: Warum?

00:04:56: Ich habe festgestellt, dass du zwischen 20 und 25 Prozent Verlust zwischen 1 und

00:05:01: Ausspeichern hast.

00:05:02: Also das macht finanziell beispielsweise keinen Sinn, vergangene Woche war es oder

00:05:06: vor zwei Wochen, ich weiß nicht mehr, konnte ich mittags den Strom für 20, 22 Cent einspeichern.

00:05:11: Es hätte aber jetzt keinen finanziellen Sinn gemacht, ihn für 25 Cent wieder auszuspeichern,

00:05:16: weil einfach dieses Diskrepanz kommt einfach nicht hin.

00:05:19: Heute beispielsweise habe ich mittags für 31 Cent einspeichern können.

00:05:24: Jetzt gerade kostet der Strom 42 Cent.

00:05:27: Wenn du da diesen Gap dazwischen siehst, dann sind wir gerade so an dieser Grenze, dass

00:05:31: sich das finanziell lohnt.

00:05:32: Macht man den Spaß dafür?

00:05:35: Ja, also ich habe es jetzt gemacht.

00:05:38: Es gibt aber natürlich ganz andere Stromspitzen.

00:05:41: Im Dezember hatten wir die Dunkelflaute, über die wir alle gelesen haben in den Medien.

00:05:47: Da warst du auf einmal bei Kilowattstundenpreisen von einem Euro 20.

00:05:51: Das ist dann wirklich nicht mehr ganz so fröhlich, wenn du hier im Homeoffice sitzt und deine

00:05:55: 300 Watt für Rechnerlicht, was für sich, was durchgehen, wo du gesetzt habe oder selbst

00:06:01: in der günstigsten Stunde waren es immer noch 40, 50 Cent, die ich bezahlen musste,

00:06:05: zu dem Zeitpunkt für den Strom.

00:06:07: Aber das ist halt am Ende des Tages ein Dochenunterschied.

00:06:09: Wie lange reicht der Speicher?

00:06:11: Wie gesagt, ich mache das jetzt sechs bis acht Wochen.

00:06:13: In der Zeit habe ich es zwei oder dreimal geschafft, dass der Speicher leer gefahren war, wobei

00:06:18: ich dann noch mit einem anderen Gap gearbeitet habe.

00:06:20: Ich habe mit einem 15% Gap gearbeitet, weil ich diese Quote von 20 bis 25% habe ich jetzt

00:06:25: erst vor wenigen Tagen wirklich eruieren können.

00:06:27: Dass es so viel dann am Ende doch ist.

00:06:30: Daraufhin habe ich den Algorithmus angepasst, dass die Verluste halt nicht ganz so groß sind.

00:06:34: Also am Ende des Tages fange ich jetzt wirklich nur noch Stromspitzen ab.

00:06:38: Das sind in der Regel drei, vier, fünf Stunden und Tagmord.

00:06:41: Hattest du ein bisschen was von einem Aktienmarkt Strom?

00:06:43: Also so was du beobachtest, du fuchst dich da richtig rein.

00:06:48: Das ist schon eher was für Leute, die sich dann da auch wirklich so richtig tief mitbeschäftigen

00:06:53: wollen.

00:06:54: Zumindest aktuell.

00:06:55: Sages, lörd.

00:06:56: Das sind wir alle.

00:06:57: Auf jeden Fall.

00:06:58: Gebe ich dir aber recht, also man muss Spaß daran haben.

00:07:06: Wenn du keine Spaß daran hast, dich damit zu beschäftigen, frag mal meinen Frauchen,

00:07:10: die leidet das oder erträgt das alles so und läuft schon was der Alte da macht.

00:07:15: Sobald was nicht läuft, ist der woman exception Faktor nicht mehr ganz so hoch.

00:07:19: Also es muss laufen.

00:07:20: Ob das am Ende jetzt dann alles optimal läuft, finanziell nicht immer, weil es funktioniert

00:07:26: halt immer.

00:07:27: Aber das Wichtigste ist, wir stehen niemals ohne Strom da.

00:07:29: Also selbst wenn das Ausspeicher nicht funktioniert, das öffentliche Strom wird es immer.

00:07:33: Wenn ihr euch jetzt auch fragt, wie das eigentlich aussieht, weil ihr nicht das Glück habt,

00:07:37: bei WhatsApp mit Videos versorgt zu werden, klickt euch mal in die Show Notes.

00:07:41: Thorsten hat alles dokumentiert, hat ein paar Bilder gemacht.

00:07:44: Die könnt ihr euch in seinem Artikel dann auch anschauen.

00:07:46: Könnt ihr euch auch währenddessen auch weiter anschauen, während wir hier sprechen.

00:07:49: Wir haben so die letzte Frage, die ich ja auf meinem Alltags oder in meiner Alltagskategorie

00:07:54: noch drin hatte.

00:07:55: Du hast einen Teil davon ganz am Anfang schon gesagt, weil du hast die 45 Kilo erwähnt,

00:07:59: die dieser Speicher wiegt, die du da im Keller hast, die irgendwann wieder hochgeschleppt

00:08:04: werden müssen und zurück ins Büro in Berlin.

00:08:06: Was Thorsten aus den letzten Wochen gelernt hat, welche Fehler er gemacht hat, damit

00:08:11: ihr sie nicht macht, das hört ihr samstag in unserer kompletten Folge das ganze Gespräch.

00:08:16: Also abonniert den Podcast und aktiviert die Glocke, damit ihr die Folge nicht verpasst.

00:08:19: Lass uns mal gucken in das Szenario Zukunft, was wenn das viele Leute machen würden?

00:08:25: Mhm.

00:08:26: Dann hätten wir wahrscheinlich in Teilen andere Strompreise.

00:08:31: Weil natürlich, das ist ja auch was, was du heute schon siehst, dass sich viele Leute

00:08:39: oder zunehmend Leute, die sehr schwankende Lasten haben, also zum Beispiel ein E-Auto

00:08:45: betreiben oder fahren und das zu Hause aufladen mit einer Rollbox oder wie auch immer, die

00:08:51: in sehr kurzer Zeit sehr viel Strom verbrauchen.

00:08:54: Für die ist zum Beispiel so ein dynamischer Stromtarif recht gut, weil sie natürlich

00:08:59: zur günstigsten Zeit sehr günstig Auto vollladen können.

00:09:03: Und der Strom ist, wie vorhin sagte, eben dann günstig, wenn da in großen Massen vorhanden

00:09:07: ist, teilweise in zu großen Massen.

00:09:09: Das heißt, der Strom muss verbraucht werden, weil die Sonne halt scheint und der Wind weht.

00:09:14: Umgekehrt könntest du genauso netzdienlich arbeiten und wieder ausspeichern, wenn der

00:09:19: Strom knapp ist.

00:09:20: Jeder Haushalt wird zu einer kleinen Batterie.

00:09:23: Genau, genau.

00:09:24: Da hast du heute natürlich nichts von, wenn du einfach ausspeicherst.

00:09:28: Du hast den Strom irgendwann mal gezahlt und speicherst ihn wieder aus und weg ist er.

00:09:31: Ja, schönen Dank auch.

00:09:32: Da müsste man natürlich ran und sagen, okay, dann kriegst du dafür genauso Geld wie für

00:09:37: eine PV-Anlage, wo du Einspeisegelte bekommst und ähnliches, um eben netzdienlich zu vermeiden,

00:09:44: dass wir solche Dunkelflauten haben, wo mit Strom und Gas kaum der Strombedarf in Deutschland

00:09:49: gedeckt werden kann, schlimmstenfalls.

00:09:51: Und wenn dann ganz Europa in so einer Dunkelflaute steckt, wie es eben im Dezember war, dann wird

00:09:55: es halt echt kritisch.

00:09:56: Und das könnte man mit ganz vielen kleinen Speichern, glaube ich, schon abfangen.

00:10:00: Und das ist ja auch was, was im großen Stil durchaus auch gemacht wird inzwischen in

00:10:05: Deutschland, dass Riesenspeicherfarm für Strom gebaut werden, wo dann der Strom, wenn

00:10:13: er viel vorhanden, das eingespeichert wird, um ihn später zu verbrauchen.

00:10:17: Lohnt sich der Aufwand?

00:10:18: Für mich persönlich, ja, weil ich die Technik nicht bezahlen muss, damit muss ich ganz

00:10:23: ehrlich und fair sagen.

00:10:25: Wenn du dir jetzt mal ausrechnest, wie viel Strom du günstig einkaufen und zu einem

00:10:33: Teurenzeitpunkt nutzen müsstest, um diese 3000 Euro erst mal gegenzurechnen.

00:10:39: Also 3000 Euro durch bestenfalls, ja, 20 Cent oder sowas pro Kilowattstunde, das rechnet,

00:10:46: das hat sich in ein paar Jahren noch nicht amortisiert.

00:10:49: Also da gehört schon eine Menge Idealismus dazu.

00:10:53: Muss man wirklich fairerweise sagen, da ist, wie gesagt, das ist bei mir das berufliche

00:10:58: Interesse, das Spielkalb in mir, was das gerne so was mal macht.

00:11:03: Würde ich das jedem empfehlen, ohne Balkonkraftwerk so ein Speicher, ich glaube nicht, mit einem

00:11:09: Balkonkraftwerk macht es eben nochmal mehr Sinn, weil du deine eigene Wertschöpfungskette

00:11:14: natürlich ganz anders darstellen kannst, weil du nicht mal auf 20 Cent Strompreis angewiesen

00:11:19: bist, sondern bestenfalls für Null einspeicherst, nachdem sich dein Balkonkraftwerk amortisiert.

00:11:24: Was würdest du denn empfehlen?

00:11:26: Wir haben ja nachher noch in den Rubriken gibt es Favoriten, wo auch noch mal ein bisschen

00:11:30: was später kommt, aber jetzt erstmal vielleicht deine Torstens Favoriten.

00:11:34: Was würdest du denn empfehlen gerade?

00:11:36: Nicht diese Speicherlösung zu machen, vor allem aus dem finanziellen Aspekt.

00:11:42: Was ich auf jeden Fall empfehlen würde, ist auf der einen Seite Homosystem, aber erst

00:11:47: mal ein ganz anderer Schritt, nämlich vorzukucken, wo verbrauche ich überhaupt meinen Strom?

00:11:52: Und das ist was, was ich durch diesen dynamischen Stromtarif gelernt habe, durch diesen Lesekopf,

00:11:57: die ich da drauf habe, können ja auch sagen, welcher Ampiter das ist, es ist Tiber, wo

00:12:00: ich halt einen digitalen Lesekopf habe und in Echtzeit sehe, was verbraucht meine Wohnung.

00:12:04: Und was ich da, als ich das Ding in Betrieb genommen habe, das ich inzwischen über ein

00:12:09: Jahr her gemerkt habe, was ich überall an Kriegstrom in der Wohnung habe, den man vermeiden

00:12:15: kann.

00:12:16: Oder an Geräten, wo du überhaupt nicht ahnst, wie viel Strom die am Ende wirklich verbrauchen,

00:12:20: weil du ja wirklich in Echtzeit sehen kannst, was wird gerade in der Wohnung verbraucht.

00:12:25: Da lernt man so wirklich viel, auch wenn du das dann eben mit Smart Pluck, was ich was

00:12:32: noch zusätzlich erschlagen kann, über den Home Assistant, dass viele Geräte einfach

00:12:38: ausgehen, wenn du nicht, was wirklich hart ausgehen mit dem Smart Pluck, also vom Strom

00:12:42: getrennt werden, wenn du nicht zu Hause bist, wenn du nicht im Raum bist, dann kannst du

00:12:47: da auf jeden Fall viel, viel mehr Geld, glaube ich, sparen, als wenn du erstmal 3.000 Euro

00:12:51: für so ein Speicher ausgebnst.

00:12:53: Ich sehe Potenzial für eine nächste Folge, wo wir genau das mal machen können.

00:12:57: Also für die nächsten Tipps, ich glaube, das soll ich mir direkt mal notieren hier.

00:13:02: Also wenn ihr trotzdem auch euch mal einlesen wollt in die Hirtorsten Experiment, mehr

00:13:07: über den Speicher lesen wollt, dann schaut in die Show Notes das gesamte Heimspeicher-Experiment

00:13:12: gibt es als ausführlichen Artikel damit, allem was ihr wissen müsst und auch mal sehen

00:13:16: wollt das Gerät und natürlich draußen's Chaos Keller.

00:13:20: Dankeschön, dass du mir so viel Zeit genommen hast, uns da einmal durchgeführt hast, dass

00:13:25: wir dann Blick reinwerfen konnten.

00:13:27: Ich fand es unglaublich spannend und bin sehr, sehr gespannt, was du als nächstes Experiment

00:13:30: da haben wirst.

00:13:31: Keller aufräumen.

00:13:32: Also mit dem Chaos Keller müssen wir noch mal darüber reden, ob da wirklich ein Foto

00:13:36: vor einem Artikel sein wird.

00:13:39: Da bin ich mir noch nicht so sicher, Jana.

00:13:41: Ihr könnt ja mal gucken, ob ich die Hirtorsten überreden konnte.

00:13:44: Klickt euch rein.

00:13:45: Danke dir.

00:13:46: Ciao.

00:13:47: Viele kennen die kleinen Solarmodule auf dem Balkon, aber was genau gehört da jetzt

00:13:54: eigentlich drauf?

00:13:56: Check, check.

00:13:58: Das klären wir hier, weil hier schauen wir uns die Technik an.

00:14:02: Speicherlösung, Wechselrichter, smarte Steuerung, was ist wirklich nötig, was ist optional,

00:14:07: was brauchen wir eigentlich gar nicht.

00:14:09: Und ganz ehrlich, wie kompliziert ist es, das alles aufzubauen?

00:14:12: Darüber spreche ich jetzt mit Stefan Möllenhauffost im Inzelt-Digital-Team.

00:14:15: Hallo Stefan.

00:14:16: Hallo Johanna.

00:14:17: Du hast dich mit sehr viel beschäftigt in Vorbereitung auf dem Podcast.

00:14:21: Womit als erstes?

00:14:23: Also wo sollen wir anfangen beim Tech-Check?

00:14:24: Bei welchen Kategorien?

00:14:26: Vielleicht bei dem kleinen Balkonkraftwerk oder bei den Dingen, die man auch ganz einfach

00:14:29: in die Steckdose stecken kann?

00:14:31: Es gibt ja unzählige Möglichkeiten.

00:14:32: Also am einfachsten ist grundsätzlich das klassische Balkonkraftwerk.

00:14:37: Das besteht aus einem PV-Modul bzw. mehreren PV-Modulen und einem Wechselrichter.

00:14:44: Und die PV-Module liefern immer Gleichstrom.

00:14:47: Um den Gleichstrom im Haushalt verwenden zu können, brauche ich einen Wechselrichter.

00:14:51: Das heißt, der wandelt diesen Gleichstrom dann in Wechselstrom um und speist ihn über

00:14:56: eine normale Haushaltssteckdose, die idealerweise auf dem Balkon verhanden ist, direkt in den

00:15:02: Haushalt ein.

00:15:03: Und das ist wirklich einer der ganz großen A-Haarmomente, die man irgendwie einmal erleben

00:15:08: muss, weil jede Steckdose im Haushalt, die ist nicht nur ein Ausgang, da kommt nicht

00:15:12: nur Strom raus, sondern man kann auch einfach Strom in diese Steckdose einspeisen.

00:15:17: Und der Strom, den man da einspeist, der wird dann im Haushalt verbraucht.

00:15:22: Stelle des Stroms, der aus dem Netz kommt. Das heißt, wenn ich da jetzt eine Kilowattstunde

00:15:27: rein speise, dann brauche ich eine Kilowattstunde aus dem Netz weniger.

00:15:32: Da gibt es ja, bei vielen war es ja so, als es losging, dass sich viele Zähler dann rückwärts

00:15:38: gedreht haben. Mittlerweile muss man sich ja einen neuen Zähler einwornen. Es geht nicht

00:15:41: mehr. Wichtiger Hinweis von uns, auch wenn das toll aussieht, wenn das Ding sich rückwärts

00:15:45: dreht. Aber du hast ja einiges getestet. Was kannst du denn empfehlen? Worauf sollte man

00:15:50: achten, wenn man sich jetzt ein bisschen was holen will?

00:15:51: Wenn man das öffentliche Strom jetzt jetzt nicht mehr als Speicher nutzen kann, dann macht

00:15:57: es unter Umständen Sinn, sich selber einen Speicher anzuschaffen. Und dafür brauchen

00:16:02: wir natürlich erstmal einen Akku, in dem der Strom gespeichert wird. Alle Akkus, die

00:16:07: arbeiten grundsätzlich mit Gleichstrom. Also in den Batteriezellen ist der Strom in Gleichstrom

00:16:12: gespeichert. Und dann braucht man eben auch einen Wechselrichter, der den Strom dann in

00:16:16: Wechselstrom umwandelt, um den im Haushalt nutzen zu können. Wie die Speichersysteme

00:16:20: genau aussehen. Welche Komponenten da integriert oder separat zuzukaufen sind, ob die Speichersysteme

00:16:26: vom Verbraucher selbst angeschlossen werden können, ob man einen Elektriker benötigt.

00:16:30: Da gibt es sehr, sehr viele verschiedene Ansätze, je nachdem wie groß das System sein soll und

00:16:34: was es alles können soll.

00:16:36: Erzähl mal, was gibt es denn für unterschiedliche Speichersysteme?

00:16:39: Also bei den Speichersystemen kann man eigentlich zwei große Unterschiede betrachten oder zwei

00:16:44: Punkte betrachten, in denen die sich jetzt sehr unterscheiden. Erstens, das ist ein bisschen

00:16:48: die Größe oder der Aufwand von den Speichersystemen. Also erstens, es gibt die Speicher, die für

00:16:54: Beikonkraftwerke oder für steckerfertige Solaranlagen konzipiert sind. Und ja, wie der

00:17:00: Name schon sagt, die stecke ich einfach in die Steckdose ein und fertig. Also ich brauche

00:17:03: keinen Elektriker, ich brauche keinen Zugang zum Sicherungskasten. Der Nachteil ist allerdings,

00:17:08: ich kann halt maximal 800 Watt einspeisen und mehr ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

00:17:13: Und dann gibt es die größeren Speicher, die richtigen, die großen Heimspeicher und

00:17:18: die müssen von einem Elektriker festvertretet werden. Und die können dann auch nicht nur

00:17:22: 800 Watt, sondern auch 6000 oder 10.000 Watt oder mehr einspeisen. Aber ja, so viel Leistung

00:17:28: kann man eben nicht mehr sicher über den normalen Schukostecker oder über eine Phase

00:17:31: übertragen. Und deswegen muss es da eben einen Elektriker diese Installation vornehmen.

00:17:37: Die andere Unterscheidung, die es noch gibt, das ist eine eher kleinere Unterscheidung,

00:17:42: ist, ob der Speicher, wenn es um PV-Module, um Solarmodule geht, ob der direkt an den

00:17:48: Solarmodulen dran hängt. Das hat den Vorteil, dass der Strom, der von den Solarmodulen im

00:17:52: Gleichstrom kommt, auch gleich in Gleichstrom Akku gespeichert wird. Und ich spare mir dann

00:17:57: eben diesen Umwandlungsschritt in Wechselstrom und wieder zurück in Gleichstrom. Und jeder

00:18:02: Umwandlungsschritt, der kostet halt Energie. Und je mehr Umwandlungsschritte ich mir spare,

00:18:06: desto weniger Verlust habe ich. Der Vorteil von Speichern auf der Wechselstromseite ist,

00:18:11: es gibt sowohl bei Balkonkraftwerkspeichern als auch bei riesengroßen Heimspeichern.

00:18:15: Aber der Vorteil, wenn der Speicher auf der Wechselstromseite hängt, ist es sehr einfach

00:18:21: nachzurüsten, gerade bei bestehenden Systemen. Und ich kann ihn quasi unabhängig von einer

00:18:27: bestehenden PV-Anlage einfach an meinen Haushalt dran hängen. Und wenn dann eben ein Überschuss

00:18:35: produziert wird im Haushalt von Strom, dann merkt das der Speicher und fängt dann an sich

00:18:40: aus dem Hausnetz zu laden. Es gibt gerade 50 Optionen gefühlt und ich habe nur eine Wohnung.

00:18:46: Wie entscheide ich, was ich wirklich brauche? Was auf jeden Fall viel hilft, ist, wenn man

00:18:52: sich erstmal überlegt, was habe ich denn für Voraussetzungen? Also was habe ich für einen

00:18:56: Balkon, wie viel PV-Leistung kann ich dann bei mir unterbringen, wie viel Solarpanel kann ich an

00:19:02: meinen Balkon hängen und dann habe ich zum Beispiel 800 Watt Solarleistung oder 1600 Watt

00:19:07: Solarleistung. Und dann muss ich wissen, wie viel Strom verbrauche ich denn überhaupt am Tag.

00:19:13: Und um diese Zahlen zusammenzubringen, gibt es PV-Rechner oder Solarrechner. Die HTW Berlin

00:19:20: hat da ein ganz ganz tolles Tool gebastelt. Da kann man nämlich all diese Daten einpragen und

00:19:26: sieht dann hinterher, wie groß ist der Eigenverbrauch und wie groß ist mein Auto-Aktur-Kiegrat. Also wie

00:19:34: viel Strom kann ich tatsächlich selber produzieren und wie viel Strom muss ich noch aus dem Netz

00:19:39: beziehen und wie viel hilft mir hier ein Akku. Und dann kann ich mir ausrechnen, wie lange dauert es,

00:19:44: bis sich dieser Akku amortisiert hat. Okay, diesen Rechner packe ich euch auf jeden Fall in

00:19:48: die Show nutzen. Könnt ihr euch das mal ausrechnen und dann auch gucken, wie viel ihr in eurer

00:19:52: Wohnung realistisch sparen und speichern könnt und ob das dann für euren Alltag reicht. Und gerade

00:19:57: erst sind wir ja mit dem Balkonkraftwerk so richtig durchgestartet, aber wir gucken natürlich auch,

00:20:02: was als nächstes kommt, wie zum Beispiel Torfsexperiments. Jetzt geht es hierher.

00:20:07: Zukunftsrausch. Gucken wir nach vorne. Stefan, die Entwicklung geht so ja klar zu den Heimspeichern,

00:20:15: aber wo geht sie von dort hin? Also gibt es die dann irgendwann dann standardmäßig in allen

00:20:20: Wohnungen oder wie stelltst du dir das perfekte Stromnetz der Zukunft vor? Ja, ein ganz großes

00:20:26: Thema sind dynamische Stromtarife. Und das kommt einfach daher, dass wir immer mehr Anteil an

00:20:35: erneuerbaren Energien im Stromnetz haben. Und anders als konventionelle Gas, Kohle oder

00:20:39: Tumkraftwerke können wir halt Sonne oder Wind nicht beeinflussen. Und deswegen gibt das immer

00:20:44: einen oder zunehmend einen über oder unteren Angebot von Strom im Netz. Und mit dynamischen

00:20:50: Stromtarifen haben die Netzbetreiber ein wichtiges Werkzeug um den Verbrauch bzw.

00:20:56: das Spanen von Strom halt zu incentivieren. Und mit Speichern kann ich sehr gut auf diese

00:21:03: variablen Stromtarife reagieren. Wir müssen die Strombörse so ein bisschen unter Kontrolle bekommen.

00:21:08: Ja. Wann kommt es? Was brauchen wir dafür? Ja, ich was was es in anderen Ländern schon gibt,

00:21:15: ist von Tibber. Das ist ein Anbieter für dynamische Stromtarife. Und der bietet in einigen Ländern

00:21:22: bereits einen eigenen Stromspeicher an. Und den kann man sich dann kaufen und zu Hause hinstellen.

00:21:26: Und der macht dann eben genau das. Das heißt, wenn der Strom günstig ist, dann lädt er sich auf.

00:21:31: Und wenn der Strom teuer ist, dann wird der günstig aufgetankte Strom im Haushalt verbraucht.

00:21:36: In Deutschland ist ja noch nicht verfügbar, aber soll in den nächsten, ich habe die Daten jetzt

00:21:40: nicht genau im Kopf, aber soll in den nächsten Jahren auch hier starten. Und ich glaube, sobald sich

00:21:45: die dynamischen Stromtarife mehr und mehr etablieren, und das tun sie ja jetzt gerade, werden wir auch

00:21:50: weitere Konkurrenzprodukte in Deutschland sehen, die genau das Gleiche tun. Man sieht auch, dass immer

00:21:55: mehr Anbieter vom Balkonkraftwerk speichern. Solche Funktionen bereits in ihre Speicher

00:22:01: integrieren. Und dann kann ich beispielsweise den Balkonkraftwerk speichern, wenn ich ihn habe,

00:22:06: auch mit einem dynamischen Stromtarif koppeln, sodass der sich dann intelligenter verhält und

00:22:11: eben nicht nur Sonne und Nacht miteinander mit einbezieht in die ins Einspeise verhalten,

00:22:18: sondern eben auch den aktuellen Strompreis. Okay, wenn wir dann alle Teil des Stromnetzes

00:22:22: sind, brauchen wir ja eigentlich, brauchen wir dann überhaupt noch was? Gibt es dann noch

00:22:27: Innovation oder haben wir dann schon das nur plus Ultra erreicht? Ja, es gibt tatsächlich noch einen

00:22:32: ganz wichtigen Punkt, der am Horizont gerade auftaucht, und zwar ist das V2X, also Vehicle to X.

00:22:39: Das bedeutet, dass Elektroautos nicht mehr nur eine Einbahnstraße sind und aufgeladen werden,

00:22:45: sondern den Strom auch wieder zurückgeben können bei Bedarf. Und da unterscheidet man verschiedene

00:22:51: V2-irgendwas Standards, deswegen V2X heißt Vehicle to irgendwas. Es gibt dann beispielsweise V2H,

00:22:58: also Vehicle to Home. Und das bedeutet, dass ich mein Auto, wenn der Strom günstig ist,

00:23:04: auflade und wenn der Strom dann teuer ist, dann kann ich den Strom aus dem E-Auto im Haushalt

00:23:10: verbrauchen. Und noch ein Schritt weiter geht dann V2G, also Vehicle to Grid. Und da kann das Auto,

00:23:16: die Energie dann nicht nur dem Haushalt zur Verfügung stellen, sondern sogar ins Stromnetz

00:23:21: einspeisen, das dann meine Nachbarn den auch nutzen können. Und das Potenzial ist gigantisch. Also

00:23:27: in Deutschland gibt es seit, ich glaube 2024 wurde die Grenze überschritten, gab es mehr als

00:23:33: eine Million angemeldete E-Autos. Ich habe es vorhin mal ge-googelt, durchschnittlich die Kapazität

00:23:38: von E-Auto-Akkus ist 60 Kilowattstunden. Das heißt mit einer Million Elektro-Autos haben wir eine

00:23:44: Kapazität von 60 Gigawattstunden. Nur mal um das einzuordnen, in Deutschland gibt es 30

00:23:51: Pumpspeicherkraftwerke und die haben alle zusammen eine Kapazität von 24 Gigawattstunden. Also

00:23:58: wir haben mit dieser E-Auto-Flotte einen unfassbar großen Akku eigentlich hier überall verteilt,

00:24:04: im Stromnetz, der halt was netz gigantisch weiterbringen könnte. Natürlich gibt es dann

00:24:10: Effekte wie Akkuverschleis und so was und man müsste die Leute, die ihren E-Autos zur Verfügung

00:24:15: stellen, natürlich irgendwie entlohnen. Man müsste das irgendwie incentivieren, aber es gibt

00:24:20: ein unfassbar großes ungenutztes Potenzial und das zu erschließen wird uns in Zukunft noch ganz

00:24:26: viel weiterbringen. Ja, gerade auch wenn man das zu Hause einfach nur nutzt als großen Speicher. Also

00:24:31: man muss ja nachher gar nicht ins Netz einspeisen, wenn man das nicht möchte, aber für zu Hause,

00:24:36: für den eigenen Verbrauch die größte Batterie zu nutzen, die auch noch wert ist ja eigentlich

00:24:40: die Idee. Wir haben über Speicherlösungen gesprochen, wir haben über verschiedene Anlagen

00:24:48: gesprochen, wir haben aber noch nichts Konkretes genannt und das machen wir jetzt, weil die spannendsten

00:24:53: Produkte hat sich Stefan natürlich auch angeguckt und die stellt er uns jetzt vor.

00:24:58: Favoriten. Was gibt es für Speicherlösungen aktuell? Was gibt es für Vorreiter? Gibt es

00:25:06: irgendjemanden auf dem Markt, der gerade irgendwie alles einnimmt, wo man zuerst hingucken sollte,

00:25:11: wenn man jetzt mal einsteigen will? Ja, also so richtig ganz klar nicht. Also grundsätzlich die

00:25:19: Speichersysteme für Balkonkraftwerke, die haben eines gemeinsam, die haben alle einen Akku,

00:25:23: einen Wechselrichter zum Einspeisen und eine Steuerung und die meisten Systeme haben auch

00:25:27: einen Solar-Eingang. Dann gibt es noch Unterschiede beim grundsätzlichen Aufbau und bei der

00:25:33: Modularität, weil bei manchen Produkten sind alle Komponenten in einem Gehäuse integriert und

00:25:38: dadurch habe ich dann ein schlankes und schickes System, das auf meinem Designerbalkon total super

00:25:43: aussieht. Bei anderen Produkten habe ich einen einzelnen Akku oder vielleicht sogar mehrere

00:25:48: Akkus, weil das ganze Modular ist. Ich habe eine einzelne Steuerung, ich habe einen einzelnen

00:25:53: Wechselrichter und all diese Teile stecken in einzelnen Kisten, die alle mit Kabel verbunden sind

00:25:58: und das heißt, ich habe dann da einen ganz schönen Verhau und Kabelsalat. Der Vorteil ist,

00:26:04: ich kann die Komponenten dann leicht upgraden oder austauschen. Ich kann die Akkukapazität erhöhen,

00:26:09: wenn ich merke, ich brauche mehr Speicher oder bei EcoFlow zum Beispiel kann ich den Speicher auch

00:26:13: einfach mitnehmen und unterwegs das Power Station nutzen. Also es hat alles Vor- und Nachteile und

00:26:19: was ist wirklich sehr individuell, was da die richtige Lösung für mich ist. Mir persönlich

00:26:28: gefallen die Produkte von Sendior, Enker und EET besonders gut. Die sind bei der Hardware sehr

00:26:35: aufgeräumt. Da ist die App-Steuerung ziemlich aufgeräumt gestaltet und auch bei den Produkten

00:26:41: ziemlich mächtig und EET finde ich persönlich auch sehr sympathisch, weil das ist ein kleines

00:26:45: Unternehmen aus Österreich, das heißt wer sich einen Balkonkraftwerk Speicher-Made in

00:26:50: Europe kaufen möchte, der sollte unbedingt da mal vorbeischauen und der Speicher sieht echt

00:26:54: richtig richtig schick aus. Ein paar Unterschiede hast du ja schon genannt entweder ist es schlank,

00:26:58: der Designer-Balkon oder die Stolperfalle mit immer aus dem dritten Stock wahrscheinlich noch

00:27:02: fällt. Wie unterscheiden sich diese Systeme denn sonst so preislich und vielleicht auch in der

00:27:07: Leistung? Preislich lohnt es sich auf jeden Fall nach Sonderangeboten Ausschau zu halten. Also

00:27:12: man kann da teilweise echt krasse Schnäppchen machen, ansonsten nehmen sich die Produkte gar

00:27:17: nicht so wahnsinnig viel, was die Kosten angeht. Also zumindest die Kosten pro Kilowattstunde,

00:27:23: sonst muss man einfach nur auf die Features achten und auf das Design. Und dein persönliches

00:27:28: Fazit so zum Ende, würdest du sagen holt euch das jetzt, wartet noch ein bisschen, wartet auf was

00:27:34: stimmt es oder warum habt ihr es euch noch nicht längst geholt? Auf sich ein Stromspeicher lohnt,

00:27:41: das hängt eigentlich von drei Punkten ab. Also einmal habe ich eine PV Anlage und wie groß ist

00:27:47: diese? Wenn ich ein sehr kleines Balkonkraftwerk habe, dann lohnt sich oft kein Speicher, weil der

00:27:51: erzeugte Strom, der wird einfach direkt im Haushalt verbraucht und auch ein kleiner günstiger

00:27:56: Akku, der bringt mir so wenig Vorteile durch seine kleine Kapazität, dass ich ewig, ewig brauche,

00:28:02: was ich diesen, die Anschaffungskosten hier amortisiert habe. Ein anderer Punkt ist das

00:28:08: Nutzungsprofil. Also der Solarstrom, der wird ja tagsüber erzeugt und wenn ich jetzt nicht im

00:28:14: Homeoffice arbeite, dann verbrauche ich den Strom erst abends, wenn die Sonne nicht mehr scheint.

00:28:19: Das heißt, dann würde es sich schon lohnen einen Akku zu kaufen, weil tagsüber ohne Speicher fließt

00:28:26: der ungenutzte Strom einfach ins Stromnetz ab und wenn ich keinen entsprechenden zwei Wegezähler

00:28:33: habe, dann bekomme ich dafür auch kein Geld, also keine Einspeisevergütung und deswegen wäre es

00:28:39: bei diesem Nutzungsprofil, ich bin tagsüber nicht zu Hause, wenn der Strom produziert wird und

00:28:44: verbrauche dafür abends den Strom schon sinnvoll über einen Speicher nachzudenken. Der dritte Punkt,

00:28:50: das sind eben die variablen Stromtarife. Also wenn ich einen variablen Stromtarif habe,

00:28:53: dann kann es sich auch durchaus lohnen, das noch als zusätzliches Argument für einen Speicher

00:28:58: zu sehen. Dann sollte ich aber darauf achten, dass der Speicher das auch entsprechend unterstützt

00:29:03: und die Option hat. Also die Speicher von EcoFlow beispielsweise und von Sendio, die haben direkt

00:29:09: einen Support für dynamische Stromtarife, wobei ich gestehen muss, dass ich das noch nicht ausprobiert

00:29:14: habe. Okay, sobald das geschehen ist, findet ihr den Artikel definitiv auch auf incet.digital.de oder

00:29:20: auch bei Next Pit. Wenn ihr euch da reinlesen wollt, guckt mal, den die Shownutz, da ist

00:29:24: alles verlinkt. Danke schön, Stefan. Vielen Dank auch. Freudig auf morgen. Heute ging es um Strom,

00:29:33: natürlich auch in der guten Nachricht, zum Ende jeder Folge. Außerhalb von Europa macht es in

00:29:38: Australien die Hauptstadt vor. Canberra erzeugt schon seit fünf Jahren Strom aus erneuerbaren

00:29:42: Energien für alle Menschen, die dort wohnen. Eine halbe Million sind das. Canberra ist damit

00:29:47: die erste Großstadt außerhalb von Europa, die das geschafft hat. Mit diesem Blick in die Zukunft.

00:29:52: Noch mal zurück zu unserem Netzexperten Thorsten Neuhezgi. Worauf freust du dich? Ich freu mich

00:29:57: auf morgen, weil wir langsam in den Frühling kommen und mit dem Frühling sinken die Stromtarife.

00:30:03: Und damit kann ich deutlich günstiger hier meinen Speicher wieder voll machen oder auch

00:30:08: günstig die Spielböse schnell laufen lassen. Und ich freu mich

00:30:17: wenn ihr unseren Podcast eine Bewertung oder ein Abo da lasst, dann verpasst ihr auch die nächste

00:30:21: Folge nicht. Am Samstag das ganze Gespräch mit Thorsten über seinen selbstgebauten

00:30:25: Energiespeicher und am Donnerstag in zwei Wochen kommt die nächste übermorgen Folge. Und bis dahin,

00:30:30: freu dich auf morgen.

00:30:32: [Musik]

00:30:41: [Musik]

00:30:43: ENDE

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